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"Mount Everest der Meere" - Weltumrundung Vendée Globe vor dem Start

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Armel Tripon
Armel Tripon   -   Copyright  © Pierre BOURAS / L'Occitane en Provence
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Sie gilt als die härteste und prestigeträchtigste Einhandregatta der Welt: Vor der französischen Atlantikküste bereiten sich gerade 33 Spitzensegler und -seglerinnen auf den am kommenden Sonntag beginnenden Vendée Globe rund um den Globus vor.

Nicht wenige von ihnen sprechen angesichts der Herausforderung vom "Mount Everest der Meere".

Respekt vor der Aufgabe hat auch Armel Tripon. Euronews-Reporter Rodrigo Barbosa durfte den Franzosen trotz schwieriger Wetterbedingungen auf seiner "L'Occitane en Provence"ein paar Stunden begleiten.

Der Skipper sprach über sein Motiv für die Teilnahme: "Der Vendée Globe ist so etwas wie ein verrückter Traum. Man selbst muss auch schon etwas irre sein, um auf diese Art und Weise ganz allein die Erde zu umrunden. Noch verrückter ist es allerdings, dies in einem komplett neuen Boot zu versuchen. Aber egal, es ist eine riesige Herausforderung. Und ein Lebenstraum."

Diesmal sind gleich sechs Teilnehmerinnen am Start. So viele wie noch nie.

"Totale Freiheit verspüren"

Im Moment bleibt noch Zeit für Tuchfühlung mit der neuen Umgebung. Alle 33 Jachten sind speziell für diese Regatta gebaut worden.

Ihre neunte Auflage startet in Sables d` Olonne. Allerdings, aufgrund der Ausgangsbeschränkungen in Frankreich, ohne die gewohnten Zuschauermassen und Auslaufpartys.

Tripon spricht unverblümt von einer Flucht vor der Realität: "Es liegt auf der Hand, dass wir die totale Freiheit verspüren werden. Ich möchte vor allem Segeln gehen, und gewissermaßen diese Welt voller Sorgen und Ängste hinter mir lassen. Es wird uns da draußen gut gehen, allein in unseren Jachten."

Auch der Deutsche Boris Herrmann geht an den Start. Er gelangte zu bescheidener Berühmtheit, als er die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg im August vergangenen Jahres mit der Hochseeyacht Malizia über den Großen Teich nach New York City schipperte.

Auf ihrem Trip um den Erdball werden sich die Segler und Seglerinnen mindestens zwei Monate einem permanenten Kampf mit den Elementen stellen müssen. Euronews-Reporter Rodrigo Barbosa war schon nach einem kurzen Törn schwer beeindruckt.

Er kommentierte am Ankerplatz in La-Trinité-sur-Mer: "Ein paar Stunden an Bord mit heftigem Wind und Wetter reichten, um den Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen zu lassen. Die Schwierigkeiten und Härten dieser Prestige-Regatta habe ich sehr schnell begriffen."