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Nur noch peinlich? Trump Anwalt Rudy Giuliani (76) mit wirren Theorien

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Rudy Giulani
Rudy Giulani   -   Copyright  Jacquelyn Martin/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Auf einer Pressekonferenz in Washington hat der Ex-Bürgermeister von New York und Trump-Anwalt Rudy Giuliani behauptet, die Demokraten hätten die Wahlen manipuliert. Allerdings verstieg sich der 76-Jährige im Hauptquartier der Republikaner vor allem seltsame in Hypothesen, ohne Fakten für seine Behauptungen zu liefern.

Am Ende der sehr langen Erklärungen schwitzte Giulani so stark, dass ihm die Haarfarbe ins Gesicht lief. Im Internet wird das Video dieser Szene als eine Art Symbol für das Ende der Trump-Kampagne geteilt.

Wie Dirk Bogarde in "Tod in Venedig"

Viele vergleichen den Auftritt Giulianis mit dem Film von Luchino Visconti "Tod in Venedig". Darin läuft dem Schauspieler Dirk Bogarde die Haarfarbe ins Gesicht, nachdem er sich in den jugendlichen Tadzio verguckt hat. Die triefende Haarfarbe ist in der Thomas-Mann-Verfilmung ein Sinnbild für Alter, Vergänglichkeit und Tod.

Auch in einem Video im Internet, das sich mehr als 300.000 Menschen angeschaut haben, erklärt Rudy Giuliani, dass es nicht nur im Ausland, sondern auch in Texas große Probleme "unfähiger" Leute beim Auszählen gegeben habe.

Giuliani behauptet, zwei Venezolaner hätten extra eine Firma gegründet, um Wahlen zu beeinflussen. Angeblich alles mit dem Ziel, dass die Präsidentschaftswahlen im Sinne der Demokraten beeinflusst würde.

Allerdings gibt es für diese Aussagen keinerlei Beweise.

Sogar führende Republikaner - wie Christopher Krebs - haben bestätigt, dass die US-Wahlen fair abgelaufen sind. Allerdings wurde er deswegen von US-Präsident Donald Trump als Sicherheitsbeauftragter für die Wahlen gefeuert.

Auf Twitter bezeichnete Krebs die Giulani-Pressekonferenz als die "gefährlichsten TV-Minuten in der Geschichte der USA". Tatsächlich glaubten laut einer POLITICO-Umfrage vom 9. November 70 Prozent der Anhänger der Republikaner, dass die Wahlen nicht fair waren.

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hatte schon zuvor mit der Verwechslung eines Veranstaltungsortes für eine Pressekonferenz für Spott und Gelächter gesorgt. Trump kündigte am Samstag auf Twitter eine Pressekonferenz seines Anwalts Rudy Giuliani im «Four Seasons» in Philadelphia an, löschte den Tweet aber später und schrieb: 2Große Pressekonferenz heute in der Four Seasons Landschaftsgärtnerei - 11.30 Uhr2, wie die «Washington Post» berichtete. Eine Reaktion des Luxushotels «Four Seasons» verstärkte die Peinlichkeit: "Um es klarzustellen, Präsident Trumps Pressekonferenz wird NICHT im Four Seasons Hotel in Philadelphia stattfinden. Sie wird in der Four Seasons Landschaftsgärtnerei abgehalten - keine Verbindung zum Hotel."

John Minchillo/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
"Four Seasons Total Landscaping"John Minchillo/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Der Veranstaltungsort in einem Industriegebiet im Nordosten von Philadelphia machte die Sache dann noch schlimmer. "Ich könnte Witze für 800 Jahre schreiben und an nichts Lustigeres denken, als dass Trump das Four Seasons für seine Pressekonferenz gebucht hat und sich dann herausstellt, dass sie auf einem Parkplatz der Four Seasons Landschaftsgärtnerei zwischen einem Dildo-Shop und einem Krematorium stattfindet", schrieb ein Nutzer auf Twitter.