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Moderna prescht voran: US-Firma beantragt EU-Zulassung von Impfstoff

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Die Moderna-Niederlassung in Cambridge, Massachusetts
Die Moderna-Niederlassung in Cambridge, Massachusetts   -   Copyright  Bill Sikes/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Der US-Pharmakonzern Moderna prescht voran und will als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der Europäischen Union beantragen.

Parallel dazu soll eine Notfallzulassung in den USA eingereicht werden. In der EU könnte das Serum nach Moderna-Angaben anschließend bereits im Laufe des Dezembers zur Verfügung stehen.

Dr. Tal Zaks ist der medizinische Leiter von Moderna: "Wir glauben, dass unsere Daten robust sind und ganz klar ausreichen sollten, um die Notfallzulassung in den USA zu ermöglichen. Und wir hoffen, dass auch weltweite Zulassungen möglich sind."

Mit Moderna hatte die EU-Kommission bereits in der vergangenen Woche einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfstoff-Dosen ausgehandelt, mit der Option auf 80 Millionen weitere.

Tal Zaks ist von dem Produkt überzeugt: "In Bezug auf erhebliche Sicherheitsbedenken und ernsthafte Bedrohungen unserer Gesundheit hat es bisher keine Beanstandungen gegeben. Natürlich beobachten wir die Entwicklung und werden sie auch weiterhin beobachten. Die Überwachung des Prozesses geht also weiter."

In Spanien besichtigte Regierungschef Pedro Sanchez in der vergangenen Woche eine Moderna-Tochterfirma für die Herstellung und Lieferung des Impfstoffs.

Dieser bekäme in der EU zunächst eine sogenannte "bedingte Zulassung", die von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA vergeben werden kann, wenn ein Präparat dringend benötigt wird.

Nach Moderna-Angaben hat der Impfstoff mRNA.1273 eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent.