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Aktivist Joshua Wong in Hongkong zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt

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Joshua Wong in der Mitte
Joshua Wong in der Mitte   -   Copyright  ANTHONY WALLACE/AFP
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Der Pro-Demokratie-Aktivist Joshua Wong ist von einem Gericht in Hongkong zu 13,5 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auch gegen seine beiden Mitstreiter verhängte das Gericht wegen der Anti-Regierungs-Proteste Haftstrafen von mehreren Monaten.

Ivan Lam (26) und Agnes Chow (23) waren zusammen mit Joshua Wong angeklagt - sie wurden ebenfalls zu mehreren Monaten Gefängnis verurteilt.

Die drei Demokratie-Aktivisten hatten zuvor gestanden, im Juni 2019, als es in Hongkong beinahe täglich Proteste gegen die Regierung gab, an der Organisation einer nicht genehmigten Versammlung vor dem Hongkonger Polizeipräsidium mitgewirkt zu haben.

Für Wong ist es die dritte Gefängnisstrafe, seit er sich in Hongkong für die Demokratiebewegung engagiert. Der 24-Jährige hatte bereits als Teenager Proteste organisiert. Nach den "Regenschirm-Protesten" für mehr Demokratie von 2014 musste er zweimal mehrere Monate in Haft verbringen.

Mit der nun verhängten Gefängnisstrafe hatte Joshua Wong, der bereits die vergangenen Tage in Untersuchungshaft verbringen musste, im Vorfeld gerechnet. Aus der Untersuchungshaft hatte er getwittert, dass es dort sehr hart sei.

Im vergangenen Jahr richteten sich die Proteste gegen den zunehmenden Einfluss Pekings. China verabschiedete daraufhin Ende Juni ein umstrittenes Sicherheitsgesetz für Hongkong. Es bestraft Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Es ist der bisher weitestgehende Eingriff in Hongkongs Autonomie.