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Teil-Lockdown wird bis Januar verlängert

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Angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen wird der Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen, wie die CDU-Politikerin am Mittwochabend im Anschluss mitteilte.

"Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt is", sagte Merkel. Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) sagte, die Corona-Lage sei "mitnichten" entspannt. Es sei richtig, den Teil-Lockdown bis zum 10. Januar zu verlängern. Und es könnte vielleicht noch schlimmer kommen.

"Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können."
Markus Söder
Bayerns Ministerpräsident

"Wir werden uns in den nächsten Wochen auch überlegen, ob das alles reicht. Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können, oder ob wir nicht irgendwann auch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen."

Merkel sagte, Deutschland sei in der Corona-Pandemie noch "sehr weit entfernt" von Zielwerten. Man habe eine sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen. Dies zeige, welche Verantwortung Bund und Länder hätten. Erreicht werden solle ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, bekräftigte Merkel.

"Es wird natürlich vieles davon abhängen, dass alle weiter beherzigen, ich kann es nur immer und immer wieder sagen, Kontakte meiden, wo immer es geht.

"Das Virus lässt sich nicht betrügen oder lässt sich nicht wegdiskutieren, und es ist da. Und es ist in einem bemerkenswerten Maße da."
Angela Merkel
Bundeskanzlerin

Das Virus lässt sich nicht betrügen oder lässt sich nicht wegdiskutieren, und es ist da. Und es ist in einem bemerkenswerten Masse da."

Der seit November geltende Teil-Lockdown mit Schließungen etwa von Gastronomiebetrieben war in der vergangenen Woche bis kurz vor Weihnachten verlängert worden. Im Beschlusspapier hieß es, Bund und Länder gingen davon aus, dass wegen des hohen Infektionsgeschehens umfassende Beschränkungen bis Anfang Januar erforderlich sein werden, insbesondere im Bereich Gastronomie und Hotels.

Am 4. Januar wollen Bund und Länder erneut über die Fortführung der Maßnahmen beraten - könnten sich im Notfall könnten aber auch noch vor Weihnachten zu einem neuen Spitzengespräch zusammenschalten