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Trier fragt sich: WARUM die 5 Toten - Amokfahrer in U-Haft

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Trier fragt sich: WARUM die 5 Toten - Amokfahrer in U-Haft
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Gegen den 51-jährigen Amokfahrer von Trier mit fünf Toten ist Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft der Stadt mit. Der festgenommene 51-Jährige, der aus dem Trier Stadtteil Zewen stammt, mache widersprüchliche Aussagen. Oberstaatsanwalt Peter Fritzen erklärte, der Mann habe "weder ein nach-vollziehbares Motiv für die Tat noch Einzelheiten zum Tathergang" gegeben. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor erklärt, es gebe Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Tatverdächtigen, der zuletzt offenbar in einem Auto gelebt hatte. Er hatte 1,4 Promille Alkohol im Blut, ist aber nach Ansicht des Oberstaatsanwalts zumindest teilweise schuldfähig.

Wer sind die Opfer?

Unter den Todesopfern sind ein neun Monate altes Baby, drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren sowie der 45-jährige Vater des Kleinkindes. Er war ein Zahnarzt. Die Familie hat die deutsche und die griechische Staatsangehörigkeit. Die Mutter des Babys und der anderthalb Jahre alte Bruder sind unter den 18 Verletzten.

Am Mittwochvormittag haben der Oberbürgermeister von Trier Wolfram Leibe und die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer an der Porta Nigra der fünf Opfer der Amokfahrt gedacht. Viele Menschen legten dort auch Kerzen nieder. Die Porta Nigra, das Wahrzeichen von Trier, ist jetzt die Gedenkstätte für die Opfer der Amokfahrt.

Ein Pfarrer versuchte den Schock der Menschen in Worte zu fassen: *Wir beten für alle, die ihr Leben verloren haben, die mit Verletzungen kämpfen. traumatisiert sind, wir beten um Verwandte und Freunde. Und diejenigen, die es können und wagen, beten für den, der mit seiner grausamen Tat durch seine Fahrt durch die Stadt vielen Menschen unendliches Leid zugefügt hat."