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Impfstoff-Entwickler zu "Sputnik V": Ein Glas Champagner geht

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Von Euronews mit dpa / AP
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Russisjher Impfstoff Sputnik V
Russisjher Impfstoff Sputnik V   -   Copyright  Alexander Zemlianichenko Jr/Russian Direct Investment Fund
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Auch in Russland laufen seit dem vergangenen Wochenende Massenimpfungen mit dem von russischen Forschern entwickelten Impfstoff "Sputnik V". Tausende Ärzte und Lehrer wurden bereits geimpft.

Am Mittwoch hatten Berichte, dass der Impfstoff eine mehrwöchige Alkoholabstinenz nötig mache, für einen Aufschrei der Empörung gesorgt. Dies hat der Vakzin-Entwickler und Leiter des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau, Alexander Ginzburg, inzwischen entschärft. Sechs Tage ohne Alkohol reichten aus. Und (mit Blick auf Silvester): Ein Glas Champagner habe noch nie jemandem geschadet.

Zuvor hatte Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa der Agentur Interfax zufolge zu einem Alkoholverzicht vor und während der Impfung geraten, insgesamt fast zwei Monate, um die Antikörperbildung nicht zu behindern.

Derweil wurde bekannt, dass auch russische Raumfahrer geimpft werden sollen, um eine Ausbreitung der Krankheit auf der Internationalen Raumstation ISS zu verhindern.

Maggie darf heim

Sie wurde quasi über Nacht weltberühmt: die Britin Margaret "Maggie" Keenan. Die 90-Jährige, die als erster Mensch außerhalb einer Studie mit dem Pfizer-BioNTech-Impfstoff geimpft wurde, verließ am Mittwoch wohlbehalten das Krankenhaus.

Bei zwei anderen Teilnehmern der britischen Impfkampagne kam es allerdings zu allergischen Reaktionen. Deswegen rät die Gesundheitsbehörde Allergikern mit Krankheitsgeschichte vorerst davon ab, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Halb Dänemark im Teil-Lockdown

In Dänemark gelten seit Mittwoch für rund die Hälfte der Bevölkerung neue Einschränkungen. Schüler ab Klasse fünf erhalten Fernunterricht. Restaurants, Cafés und Kneipen bleiben vorläufig geschlossen, ebenso Kinos, Museen und Theater.

"Ich verstehe, dass etwas getan werden musste, weil die Zahlen ungehindert steigen", sagte diese junge Dänin. "Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass sich die Menschen stattdessen zu Hause treffen. Wenn sie sich jetzt nicht mehr in einer überwachten Umgebung treffen können, werden sie es bei sich zu Hause tun außerhalb der Kontrolle."

Neuer Nachweis in Italien: Coronoa schon im November 2019

Während sich Italien, eines der am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Länder Europas, auf ein stark eingeschränktes Weihnachten einstimmt, gibt es neue Beweise dafür, das Covid-19 dort bereits im November 2019 kursierte -drei Monate vor dem ersten bekannten Coronafall. Bei der erneuten Analyse von Rachenabstrichen zeigte sich, dass ein mit Masern diagnostiziertes Kind mit SARS-CoV-2 infiziert war.