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Risikofaktor Weihnachten: Angst vor "Amok" im Januar und Februar

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Offene Geschäfte in Wien
Offene Geschäfte in Wien   -   Copyright  Ronald Zak/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Wenige Tage vor dem Stichtag steigt in Frankreich die Nervosität. Am 15. Dezember will die Regierung über die Lockerung der Ausgangsbeschränkungen über Weihnachten entscheiden.

Doch trotz aller Bemühungen und sinkender Werte ist das Land weit vom Ziel entfernt, auf täglich weniger als 5000 Neuinfektionen zu kommen.

Es bestehe weiter ein hohes Risiko, so der Direktor der obersten Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon, am Montagabend. "Die Feierlichkeiten zum Jahresende lassen befürchten, dass es zu größeren Ansteckungen innerhalb von Familien kommen könnte, wie dies nach Thanksgiving in Kanada und den USA beobachtet wurde.

Daher sende ich eine sehr klare Botschaft der Vorbeugung und Vorsicht und appelliere an den gesunden Menschenverstand, besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, unserere älteren Angehörigen zu schützen."

Dänemark verschärft

Auch Dänemark ist in Sorge und hat über Weihnachten und Neujahr weitreichende Beschränkungen erlassen. In 38 der 98 dänischen Kommunen sind ab Mittwoch alle Bars und Restaurants geschlossen. Für Schüler ab Klasse 5 gilt Distanzunterricht. Die Maßnahmen gelten vorläufig bis zum 3. Januar.

Weihnachten könne im engsten Familienkreis gefeiert werden, aber nicht mit mehr als zehn Personen, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.

"Wenn die Infektionsrate zu hoch ist zu Beginn der Feiertage, riskieren wir, die Kontrolle über die Infektion zu verlieren, und wir riskieren, dass die Epidemie im Januar und Februar Amok läuft. Das darf nicht passieren".

Österreich: Rückkehr zum Lockdown "light"

In Österreich durften am Montag nach dreiwöchiger Corona-Zwangspause wieder Läden und Einkaufszentren öffnen. Hygienerichtlinien wie die Maskenpflicht gelten weiterhin.

Die Rückkehr zum Lockdown-Light soll das Weihnachtsgeschäft ankurbeln, für viele Betroffene käme das aber zu spät, meint Thomas Koeckeritz, Creative Director beim Kaufhaus Steffl.

"Jetzt über Umsatzverluste zu klagen lohnt sich schon fast nicht mehr, weil sich die Verluste der letzten Monate seit Mitte März einfach nicht mehr aufholen lassen."

Gastronomiebetriebe hingegen dürfen frühestens am 7. Januar wieder aufmachen.