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Fischen im Trüben - noch immer kein Deal zwischen EU und Großbritannien

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Fischen im Trüben - noch immer kein Deal zwischen EU und Großbritannien
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Auch am Sonntag gab es bei den Brexit-Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich keinen Durchbruch. Zankapfel sind die Fangrechte von Fischern. Während die EU-Parlamentarier keine Möglichkeit mehr sehen, einen möglichen Deal noch rechtzeitig vor Jahresende zu ratifizieren, wollen die Chefunterhändler Barnier und Frost weiterverhandeln.

Im Ringen um ein Handelsabkommen der Europäischen Union mit Großbritannien ist noch immer keine Einigung erzielt. Die Unterhändler gingen am Sonntag ohne Ergebnis auseinander. Damit ist eine vom Europaparlament bis Sonntag gesetzte Frist abgelaufen. Aus Sicht der Parlamentarier kann ein möglicher Brexit-Handelspakt mit Großbritannien nun nicht mehr rechtzeitig vor Jahresende ratifiziert werden.

"Wir arbeiten hart"

EU-Chefunterhändler Michel Barnier sprach zuletzt von einem "entscheidenden Moment" der Verhandlungen. Man arbeite hart daran, sich anzunäheren.

"Die EU will weiter ein faires, wechselseitiges und ausgeglichenes Abkommen. Wir respektieren unser Gegenüber und erwarten im Gegenzug dasselbe", so Barnier am Sonntag auf Twitter. Und weiter: "Beide Seiten haben das Recht, eigene Gesetze zu erlassen und die eigenen Gewässer zu kontrollieren. Und wir sollten uns beide in Bewegung setzen, wenn es um unsere Interessen geht."

Zankapfel Fischfang

Zentraler Streitpunkt waren bis zuletzt die künftigen Fangrechte von Fischern aus der EU in britischen Gewässern. Der britische Chefunterhändler David Frost hatte ein Angebot Brüssels zurückgewiesen. Unklarheiten gibt es auch im puncto Wettbewerbsbedingungen.

Das Vereinigte Königreich hatte die EU Ende Januar verlassen und fällt ab dem 31. Dezember auch aus dem Binnenmarkt und der Zollunion. Der weiter zu verhandelnde Vertrag soll Zölle und Handelsverzögerungen, wie etwa Staus an den Grenzen, vermeiden. Nach erneuter Vertagung sollten die Verhandlungen zum Wochenbeginn weiter gehen.