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Johnson: "Zu teuer" - Großbritannien verlässt Erasmus-Programm

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Johnson: "Zu teuer" - Großbritannien verlässt Erasmus-Programm
Copyright  Dominic Lipinski/AP
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Das Vereinigte Königreich stand auf Platz vier der beliebtesten Ziele europäischer Studenten. Aber nach dem neuen Handelsabkommen wird es nicht mehr am Erasmus-Austauschprogramm für Hochschulen teilnehmen.

In den sozialen Netzwerken zeigen sich viele, insbesondere junge Menschen, enttäuscht. Sie bedauern den Ausstieg Großbritanniens aus dem Programm.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier sagte, das sei allein die Entscheidung Großbritanniens gewesen. Das Programm sei für sein Land extrem teuer, begründete Premierminister Boris Johnson den Schritt.

Michel Barnier: "Ich möchte nur zwei Dinge im Hinblick auf unsere gesellschaftliche Zusammenarbeit bedauern: und zwar, dass die britische Regierung sich entschieden hat, nicht am Erasmus-Austauschprogramm teilzunehmen, und dass das Niveau der Freizügigkeit für die Bürger nicht unserer historischen Beziehung entspricht. Auch das war die e Entscheidung der britischen Regierung."

Das Erasmus-Programm ist auch offen für Nicht-EU-Länder. Großbritannien hat allerdings schon immer draufgezahlt, weil das Land mehr Studenten empfängt als es entsendet.

Jetzt wollen das Budget in ein neues Programm namens Turing zu verwenden.

Wir werden einen Ersatz für Erasmus einrichten, twitterte der britsche Bildungsminister Gavin Williamson. Die Initiative würde global sein und nicht nur die EU beschränkt.

Das Programm zu beenden ist kultureller Vandalismus
Nicola Sturgeon, schottische Regierungschefin

Nordirland wird durch eine Sondervereinbarung mit Irland weiterhin Zugang zu dem Austauschprogramm haben. Schottland aber ist raus, zum Ärger seiner Regierungschefin Nicola Sturgeon.Sie bezeichnete die Entscheidung Großbritanniens als kulturellen Vandalismus. Erasmus hätte die Chancen und Horizonte so vieler junger Menschen erweitert.

Europäische Studenten, die bereits mit Erasmus in Großbritannien studieren, können ihr Studium dort fortsetzen - neue Einschreibungen wird es aber nicht geben.

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