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Bosnien: Zelte für Migranten im Lager Lipa

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Bosnien: Zelte für Migranten im Lager Lipa
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Nach der gescheiterten Verlegung von Hunderten Migranten in feste Unterkünfte im Landesinneren hat die bosnische Armee damit begonnen, im Lager Lipa im Nordwesten des Landes Zelte zu errichten. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hatte das Lager vor anderthalb Wochen geschlossen, weil die bosnischen Behörden ihre Zusagen nicht eingehalten hatten, es winterfest zu machen.

Die Migranten sind nicht zufrieden und fordern eine feste Unterkunft.

Migrant Mohammed sagt: "Heute haben wir Hunger. Das macht nichts. Wir können Wasser trinken. Aber wir brauchen die Container."

Zuvor hatten einige der jungen Männer bei der Räumung des Lagers aus Wut Zelte und Container in Brand gesetzt.

In Bosnien hat sich die Stimmung in der Bevölkerung gegen die Migranten gewendet, seitdem das Balkanland zum Durchzugsgebiet auf der sogenannten Balkanroute wurde.

Auf Plakaten stand: "Wir mögen Euch auch nicht" und "Die EU muss uns helfen". Hilfsorganisationen versorgen die Migranten mit Lebensmitteln.

Die Migranten hätten in eine ehemalige Armeekaserne bei Sarajevo gebracht werden sollen.

Sie blieben seitdem unter winterlichen Wetterverhältnissen unter freiem Himmel. Hilfsorganisationen versorgen sie in dem unwirtlichen Gelände notdürftig mit Lebensmitteln.

Auch die von der EU-Kommission unterstützte Idee, das Lager Bira im Ortsgebiet von Bihac wieder zu öffnen, scheiterte am Widerstand der lokalen Politik. Dort waren die Migranten untergebracht, ehe sie wegen Protesten aus der Bevölkerung im vergangenen September nach Lipa gebracht wurden. Wegen der unmittelbaren Nähe zum EU-Land Kroatien üben Bihac und der Kanton Una-Sana eine starke Anziehungskraft auf Flüchtlinge und Migranten aus.