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Lockdown-Party: 250 € Strafe für wild feiernde Franzosen in Belgien

Polizei an der Grenze (ARCHIV)
Polizei an der Grenze (ARCHIV)   -   Copyright  FRANCOIS LO PRESTI/AFP or licensors
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In Belgien sind viele empört über eine sogenannte "Lockdown-Party" in Saint-Mard - unweit der Grenze. Etwa 50 junge Leute aus Frankreich hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag in einem Ferienhaus gleich gegenüber eines Krankenhauses, in dem auch Covid-19-PatientInnen behandelt werden, eine ausufernde Fete gefeiert.

Die von Anwohnern alarmierte Polizei verhängte gegen Dutzende Personen ein Bußgeld von 250 Euro. Offenbar wollten die jungen Leute einen Geburtstag feiern. Die belgischen Sicherheitskräfte stellten laut AFP mehrere Shishas sowie Lachgas-Flaschen sicher.

Wie das belgische Fernsehen RTBF berichtet, wussten die jungen Franzosen, dass sie gegen die Lockdown-Regeln verstießen, nahmen das Risiko aber in Kauf.

Nach Angaben des Vermieters hatte er das Ferienhaus über das Wochenende für vier Personen vermietet.

In Belgien dürfen Familien höchstens eine weitere Person einladen, Menschen, die alleine leben, können an Weihnachten zwei weitere Personen empfangen. In Frankreich gilt bis zum 15. Dezember eine teilweise Ausgangssperre, auch an Weihnachten dürfen höchstens sechs Erwachsene zusammenkommen.

Regierung will härter gegen Lockdown-Parties durchgreifen

Auch in Laeken bei Brüssel und in Eupen unweit von Aachen gab es am Wochenende "Lockdown-Parties". Dagegen will die belgische Regierung jetzt härter vorgehen. Justizminister Vincent van Quickenborne nannte die illegalen Feten "besorgniserrend" und "kriminel. Statt der aktuell 750 Euro Strafe für Organisatoren von "Lockdown-Parties" fordert van Quickenborne Bußgelder von mehreren Tausend Euro.

In Brüssel hatte Anfang Dezember eine Sex-Party mit dem ungarischen Fidesz-Politiker Jozsef Szajer für Aufsehen gesorgt - und für politische Konsequenzen. Der Orban-Vertraute trat aus der Partei Fidesz, die er mit gegründet hatte, aus.