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Mitten in der Nacht: Tote durch Brand in Bukarester Covid-Klinik

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Das Feuer brach im Ergeschoss des Klinik-Gebäudes aus. Die Feuerwehr verhinderte die Ausbreitung auf den ersten Stock
Das Feuer brach im Ergeschoss des Klinik-Gebäudes aus. Die Feuerwehr verhinderte die Ausbreitung auf den ersten Stock   -   Copyright  Andreea Alexandru/The Associated Press
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Bei einem Brand in einem Krankenhaus im Zentrum von Bukarest sind mindestens vier Patientinnen und Patienten ums Leben gekommen.

Mehrere weitere Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr verletzt.

Die meisten der insgesamt rund hundert Patientinnen und Patienten wurden evakuiert. Mehrere von ihnen wurden dort wegen Covid-19 behandelt.

Es handelt sich um die Klinik, in der das nationale Impfprogramm offiziell gestartet wurde. Dutzende Covid-19-Erkrankte wurden noch in der Nacht in andere Krankenhäuser der Hauptstadt verlegt.

Orlando Schiopu war der Einsatzleiter der Feuerwehr: "Es gab ein offenes Feuer im Erdgeschoss des Gebäudes. Es erstreckte sich über hundert Quadratmeter und vier Räume. Die Rauchentwicklung war enorm. Der Brand drohte sich über die Fassade bis ins erste Stockwerk auszubreiten."

Niedrigere Inzidenz als Deutschland

Das Gesundheitssystem in Rumänien gilt auch aufgrund fehlender Investitionen in Kliniken als eines der unterentwickelsten in der EU. Im vergangenen November waren auf der Intensivstaion einer Klinik in Piatra Neamt zehn Patientinnen und Patienten bei einem Brand ums Leben gekommen.

Bei rund 19 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern verzeichnet das Land bislang 700.000 Coronavirus-Infektionen und 18.000 Covid-19-Tote. Die 14-Tage-Inzidenz liegt in Rumänien bei knapp über 200 und damit deutlich unter der Deutschlands (265).