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Doch mehr Impfstoff für Europa? Neue Zusagen von AstraZeneca und Biontech

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AstraZeneca
AstraZeneca   -   Copyright  PAUL ELLIS/AFP or licensors
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Es sei ein Schritt vorwärts, nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Ankündigung des Arzneimittelunternehmens AstraZeneca, in den ersten drei Monaten des Jahres doch mehr Dosen des Impfstoffes auszuliefen. Damit kommt AstraZeneca auf 40 Millionen bis Ende März, das ist die Hälfte der eigentlich zugesagten Menge.

Biontech, dessen Mittel bereits im Einsatz ist, stellte in Aussicht, der Europäischen Union im zweiten Quartal des Jahres bis zu 75 Millionen Dosen zusätzlich liefern zu können.

Als dritter Impfstoff nach denen von Pfizer-Biontech sowie Moderna war am Freitag jener von AstraZeneca seitens der Europäischen Kommission zugelassen worden. Dass das schwedisch-britische Unternehmen eingestand, es werde bei der Auslieferung zu Verzögerungen kommen, war bei den EU-Spitzen auf Unverständnis gestoßen.

Nach dem Willen der Europäischen Kommission sollen bis Ende des Sommers 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der EU gegen die Atemwegserkrankung geimpft worden sein.

Portugal: Das Covid-Sorgenkind

Ganz besonders angespannt ist die Lage derzeit in Portugal. Deutschland und Österreich gehören zu den Staaten, die Portugal Hilfe zugesagt haben. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz schrieb, es sei ein Gebot der europäischen Solidarität, rasch und unbürokratisch zu helfen, um Menschenleben zu retten. Sein Land werde Intensivpatienten aus Portugal aufnehmen.

Bestattungsbetriebe in Portugal sind wegen der vielen Todesfälle völlig überlastet. „Man muss die Regeln beachten und Schutzkleidung nutzen, damit sollte man nicht spaßen. Einige Leute tragen zwei Paar Handschuhe, ich trage drei. Die Handschuhe sind Schutz vor besonderen Gefahren", sagt ein portugiesischer Bestatter.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, hat Portugal die Grenze zum Nachbarland Spanien geschlossen, auch Flugreisen sind nur noch in Ausnahmefällen gestattet.