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Angst vorm Absturz: Skibranche verbucht Rekordeinbußen

Von Euronews mit Afp
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Leeres Skigeschäft in den italienischen Alpen
Leeres Skigeschäft in den italienischen Alpen   -   Copyright  MIGUEL MEDINA / AFP
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In der Lagerhalle des Skiliftherstellers G.M.M. in den französischen Alpen stapeln sich die Bestände meterhoch. Der Umsatz ist wegen der Coronapandemie und der Schließung der Skigebiete eingebrochen.

"Von usprünglich 600 Liftstangen sind heute noch 588 auf Lager. Wir hatten in diesem Jahr nur 12 Bestellungen. Das ist absolut lächerlich", klagt Geschäftsführer Gilles Kraan.

Gut 600.000 Euro Jahresumsatz waren angepeilt, letztlich sind es nur 66.000. Das sei nicht mehr wettzumachen, meint Kraan. Sein Unternehmen hat um staatliche Unterstützung gebeten.

"Die Skigebiete werden, sollte Brüssel zustimmen, Entschädigungen erhalten. Es wäre sinnvoll, wenn auch wir, die zu 100 % von der Aktivität der Skigebiete abhängen, die gleichen Hilfe erhielten."

Markenskier zum Spottpreis

Ähnlich düster sieht es bei den Herstellern von Skimaterial aus. Auch renommierte Firmen, wie Rossignol, wurden nicht verschont. Der Umsatz ist um 40 Prozent zurückgegangen, für die kommende Saison rechnet man mit einer Katastrophe erläutert Bruno Cercley, CEO der Rossignol Grupppe.

"Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Geschäfte keine Skier mehr verleihen und nur sehr wenige verkaufen. Für uns Lieferanten, die immer eine Saison im Voraus arbeiten, kommt das große Problem zeitversetzt - eine Saison später."

Die einzigen, die von der Situation profitieren, sind Schnäppchenjäger. Viele WIntersportgeschäfte bieten ihren gesamten Saisonbestand zu attrajtiven Preis im Ausverkauf an - in der Hoffnung, die Regale für bessere Zeiten zu leeren.