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Razzia gegen Neonazi-Netzwerk: Mindestens 10 Festnahmen

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Durchsuchung im Raum Gotha
Durchsuchung im Raum Gotha   -   Copyright  EBU
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Mit einer Großrazzia in mehreren deutschen Bundesländern ist die Polizei am Freitagmorgen gegen ein Neonazi-Netzwerk vorgegangen.

Dabei wurden laut Thüringer Landeskriminalamt (LKA) mindestens zehn Personen festgenommen - gegen neun von ihnen lagen Haftbefehle vor. Zudem wurden Drogen sowie Bargeld beschlagnahmt.

Bei den Durchsuchungen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen ging es um den Verdacht des groß angelegten Drogenhandels und der Geldwäsche.

Nach einem Bericht des MDR sollen die Verdächtigen Mitglieder von zwei Neonazi-Bruderschaften sein (Turonen" und "Garde 20"), die seit Jahren kriminell agieren und weite Teile des Drogenhandels in Thüringen organisieren. Zudem bestehe der Verdacht des Waffenhandels mit Quellen im europäischen Ausland.

Auslöser für die Ermittlungen war dem Bericht zufolge eine Abhöroperation des Thüringer Verfassungsschutzes.

Mehr als 500 Einsatzkräfte der Polizei, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, waren beteiligt. Allein in Thüringen wurden 27 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht.

Die beiden Neonazi-Bruderschaften sollen ähnlich wie kriminelle Rockerbanden organisiert sein, eine strenge Hierarchie und bestimmte Symbole haben. Sie sollen aus verschiedenen Vorläufer-Gruppen hervorgegangen sein und sich 2015 gegründet haben.