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Immunologe schlägt vor: Merkel live im Fernsehen impfen

Angela Merkel bei der wöchentlichen Kabinettssitzung am 24. Februar.
Angela Merkel bei der wöchentlichen Kabinettssitzung am 24. Februar.   -   Copyright  Kay Nietfeld/(c) dpa Pool
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AstraZeneca hat in Deutschland nach wie vor einen schlechten Ruf. Die Politik fragt sich: Wie das Image des Impfstoffs aufpolieren? Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, hat da eine Idee.

Die Kanzlerin live im Fernsehen impfen

"Wenn Angela Merkel ins Live-Fernsehen gehen würde und mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft würde, wäre das natürlich großartig", sagte der Immunologe im Interview mit der britischen BBC.

Für Watzl steht fest: AstraZeneca ist "sicher und effektiv" - auch für Ältere. Und an wem lasse sich das besser zeigen als an der Kanzlerin selbst.

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie werde bald eine Stellungnahme veröffentlichen, "in der wir klar die Fakten für die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs darlegen." Gleichzeitig brauche es aber auch eine klare Botschaft aus der Politik, um den Menschen ihre Skepsis zu nehmen.

AstraZeneca für alle?

Um das Impftempo in Deutschland zu erhöhen, hatten heute mehrere Bundesländer mehr Flexibilität und Pragmatismus bei der Impfreihenfolge gefordert.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte der "Bild am Sonntag", er halte es für sinnvoll, die ungenutzten AstraZeneca-Dosen zur Impfung für alle freizugeben.

„Bevor er liegen bleibt: impfen wer will. Es darf keine Dose von AstraZeneca übrig bleiben oder weggeschmissen werden. Denn jeder Geimpfte schützt sich und andere." Ähnlich äußerten sich Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer.