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Österreich und Dänemark wollen Impf-Allianz mit Israel

Von Euronews mit AFP, dpa
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Österreich und Dänemark wollen Impf-Allianz mit Israel
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Österreich und Dänemark wollen sich bei der Impfstoffversorgung nicht mehr allein auf die Europäische Union verlassen. Sie wollen mit Impf-Vorreiter Israel zusammenarbeiten, um Vakzine der zweiten Generation herzustellen.

In der EU haben rund 7,5 % der Bevölkerung eine Impfstoffdosis erhalten, in Israel sind es 52 %.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt, man müsse sich rechtzeitig auf weitere gefährliche Covid19-Mutationen vorbereiten.

Sebastian Kurz: "Die Forschung wird immer eine gewisse Zeit brauchen, um die Impfstoffe zu adaptieren, auf neue Mutationen anzupassen, das dauert immer eine Weile, und danach muss wieder produziert werden. Je schneller diese beiden Prozesse ablaufen, je eigenständiger wir hier auch sind, je autonomer wir sind, desto besser sind wir dafür gerüstet, mit Mutationen umzugehen, gegen die vielleicht in Zukunft herkömmliche Impfungen nicht wirken."

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte, diese "Allianz zur Herstellung von Impfstoffen" sei keine Spaltung, sondern solle die Versorgungsstrategie der EU ergänzen.

Impf-Solidarität zwischen den Balkanstaaten

Inzwischen hat Bosnien eine Lieferung mit 10.000 Impfstoffdosen des Herstellers AstraZeneca vom Nachbarn Serbien erhalten.

Es gibt Kritik an der internationalen Covax-Initiative für ärmere Länder wegen Lieferverzögerungen. Bosnien und Herzegowina, mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern und mit 1.5146 Todesfällen einer der höchsten Covid-19-Sterblichkeitsraten der Welt, hat noch keine Impfstoffe vom Covax-Programm erhalten.

Mit der Spende aus Serbien kann Bosnien die Immunisierung seines Gesundheitspersonals beschleunigen. Serbiens Präsident Aleksandar Vucic begleitete die Lieferung und bezeichnete sie als einen Akt der Solidarität zwischen den Balkanstaaten.

Türkei lockert vorsichtig

In der Türkei wurden einige Schulen wieder geöffnet. Die Regierung hat die 81 Provinzen des Landes in vier unterschiedliche Risikogebiete eingeteilt. In Provinzen mit niedrigem und mittlerem Infektionsrikiso kann Frontalunterricht stattfinden. In Provinzen, in denen ein hohes oder sehr hohes Risiko besteht, sich anzustecken, bleiben die Schulen geschlossen.

Grundschullehrerin Gulden Berdici: ''Wir sind alle aufgeregt und froh, dass wir mit den Kindern wieder in die Schule können. Alles ist bereit, Vorbereitungen sind getroffen. Die Kinder sind auch aufgeregt, wir waren sehr lange von der Schule weg. So Gott will, wird alles gut gehen und wir werden dieses Jahr gesund bleiben."

Die Türkei wird außerdem die Ausgangssperren an den Wochenenden in Städten mit niedrigem und mittlerem Risiko aufheben. Einschränkungen werden nur für Sonntage in hohen und sehr hohen Risikogebieten beibehalten.

Die landesweite Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens bleibt bestehen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan.