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Gewalt in Myanmar: Nonne erklärt, warum sie Demonstranten schützte

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Gewalt in Myanmar: Nonne erklärt, warum sie Demonstranten schützte
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Trotz Polizeigewalt haben in Myanmar am Samstag erneut landesweit Hunderttausende Menschen gegen die Militärjunta protestiert.

Demonstranten blockierten in zahlreichen Städten, darunter Yangon (früherer Name: Rangun), die Straßen mit Barrikaden, um sich vor den Sicherheitskräften zu schützen.

Die Polizei ging vielerorts erneut mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Protestierende vor und setzte auch Barrikaden in Flammen, wie auf Fotos und Videos in sozialen Medien zu sehen war.

Derweil wurde mehr über die Ordensschwester Ann Nu Thawng bekannt, die sich am vergangenen Sonntag in der Stadt Myitkyina, im Norden des Landes vor die Sicherheitskräfte gestellt hatte, um Demonstranten zu schützen.

Fotos der Nonne, die vor den Polizisten auf die Knie ging und betete, wurden vielfach in sozialen Medien geteilt.

In einem Interview mit dem britischen Fernsehsender Sky erklärte sie unter Tränen ihre Geste. "Es gibt niemanden, der die Menschen in Myanmar beschützt. Sie müssen sich selber schützen und helfen und können niemandem mehr vertrauen. Niemand ist in Sicherheit. Die Polizei verprügelt unliebsame Demonstranten, verhaftet und tötet sie."

Die 45-Jährige sagte außerdem, sie habe bis zu 100 Demonstranten geschützt, die in ihrem Kloster Zuflucht gesucht hatten.

Myitkyina ist die Hauptstadt des überwiegend von Christen bewohnten Bundesstaates Kachin.