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"Coronation" - Ai Weiwei zeigt ein vor der Welt verstecktes Wuhan

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"Coronation" - Ai Weiwei zeigt ein vor der Welt verstecktes Wuhan
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Ai Weiwei ist einer der bekanntesten Künstler der Welt und ein engagierter Aktivist, der sich für die Belange derer einsetzt, die von Machthabern zum Schweigen gebracht werden. Mit seinem neuen Film "Coronation" gelingt ihm das Kunststück, zu zeigen, was im vergangnen Jahr in Wuhan während des totalen Lockdowns der Stadt geschah.

"Coronation" ist ein ungewöhnlicher Dokumentarfilm, mit ungesehenen Aufnahmen, die von Freunden und Bekannten Ai Weiweis, die in Wuhan festsaßen, gemacht wurden. Insbesondere die, die in den Krankenhäusern der Stadt gedreht wurden, wo die Kranken und Toten immer mehr wurden. Drohnenaufnahmen von Wuhan sind dafür ebenso verwendet worden wie Aufnahmen von Sicherheitskameras.

Die Bilder im Film wurden illegal beschafft, sagt die chinesische Regierung. Dort ist der Film verboten.

Im Interview mit Euronews sagte Ai Weiwei: "Als Künstler und als Aktivist denke ich, dass es meine Verantwortung ist, einen der wichtigsten Momente der Geschichte des einundzwanzigsten Jahrhunderts festzuhalten. Ich wußte nicht, ob sich Covid zu dieser sehr großen und sehr schockierenden Situation entwickeln würde, aber wenn ich das nicht gemacht hatte, wäre die Geschichte verschwunden."

"Wir haben die sechs Krankenhäuser gefilmt und hatten eine Menge Material, aber im Film konnten wir natürlich nur sehr kleine Fragmente davon verwenden.

Film als Hommage an alle Ärzte:innen und Pflegepersonal in Wuhan

500 Stunden Filmmaterial für insgesamt eine Stunde und fünfzig Minuten Film. Der Film macht deutlich, wie rigoros die Diktatur sämtliche Kontroll-Instrumentarien eingesetzt hat, um die elf Millionen Einwohner Metropole abzuriegeln.

Der Film läuft derzeit im Wettbewerb des Human Rights Film Festival in Genf. Das Festival findet dieses Jahr komplett online statt.

"Das Genfer Filmfestival für Menschenrechte spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Menschenrechten. Sie verteidigen die sehr wichtigen Themen und Werte und ich bin sehr glücklich darüber, was sie machen", sagt Ai Weiwei.

Zu sehen ist der Film on demand über das Human Rights Film Festival, das noch bis zum 14. März läuft.

Am Samstag, den 13. März, kann man dort live ein Gespäch mit Ai Weiwei verfolgen.

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