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Frankreich: Lieber verliehen als arbeitslos

Von Euronews
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Frankreich: Lieber verliehen als arbeitslos
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Laurent de Conti bedient eigentlich Maschinen, die Teile für die Luftfahrt herstellen, bei der Firma CSA in dem Ort Marmande in der Nähe von Bordeaux in Frankreich. Jetzt arbeitet er im Nachbarort in einer Marmeladenfabrik. Sein Chef Jérôme Creuzet hat ihn "verliehen". Besser als Kurzarbeit oder arbeitslos, findet Laurent.

Er meint: "Früher oder später wird alles wieder in Ordnung sein, und während ich hier bin, hat mein Chef weniger Ausgaben. Er hat mich nicht entlassen. Es ist ein guter Tausch."

Vor der Coronakrise hatte die Firma 57 Angestellte. Nur wenige sind übrig geblieben. Soviele wie möglich wurden (an die Marmeladenfabrik und anderswohin verliehen.

Chef Jérôme Creuzet sagt: "Ich habe sieben bis acht Jahre gebraucht, um diese Leute einzustellen, sie zu finden, sie auszubilden. Nur weil wir jetzt eine Krise haben, soll ich sie entlassen? Das geht doch nicht."

Das Ganze ist von der Handelskammer organisiert.

Ghislaine Héreu von der Handelskammer in Lot-et-Garonne erklärt: "Personal auszuleihen, das war in der Landwirtschaft schon immer üblich. Wir haben es jetzt auf unterschiedliche Jobs ausgeweitet."

Das Verleihen von Angestellten jetzt in der Coronakrise sei eine großartige Lösung, sagt sie, denn all den "Verliehenen" bleibt das Arbeitsamt erspart.