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Saudis schlagen Waffenruhe für Jemen vor - Huthis reagieren ablehnend

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Saudis schlagen Waffenruhe für Jemen vor - Huthis reagieren ablehnend
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Saudi-Arabien hat eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland Jemen vorgeschlagen. Diese könnte in Kraft treten, sobald die Huthi-Rebellen ihr zustimmten, sagte der saudische Außenminister Faisal bin Farhan.

Die Huthis hätten die Chance, das Blutvergießen im Jemen zu beenden und die humanitäre Lage zu verbessern. Auch der Flughafen in der Hauptstadt Sanaa könnte dem Außenminister zufolge wieder geöffnet werden.

Faisal bin Farhan erläuterte: "Saudi-Arabien bietet eine Initiative an, um die Krise im Jemen zu beenden und eine umfassende politische Lösung zu erreichen, die einen landesweiten Waffenstillstand unter Aufsicht der Vereinten Nationen beinhaltet."

"Aggressionen einstellen"

Die Rebellen, die weite Teile des Landes und auch Sanaa kontrollieren, reagierten ablehnend. Saudi-Arabien müsse zunächst seine Aggressionen einstellen, sagte Huthi-Sprecher Mohammed Abdul Salam. Außerdem sei jede Initiative, die die humanitäre Frage unbeachtet lasse, nicht ernst gemeint.

Im Jemen herrscht seit sechs Jahren ein Bürgerkrieg der die gegenwärtig größte zivile Katastrophe ausgelöst hat. Saudi-Arabien unterstützt die Anhänger der international anerkannten Regierung unter anderem mit Luftangriffen.

Die Huthis ihrerseits haben in den vergangenen Monaten mehrfach Ziele in Saudi-Arabien angegriffen, darunter eine Ölraffinerie in der Hauptstadt Riad.

Alle internationalen Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts liefen bislang ins Leere.