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Dutzende Tote bei Protesten am "Tag der Armee"

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Protest in Yangon
Protest in Yangon   -   Copyright  AP/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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In Myanmar sind Sicherheitskräfte wieder gewaltsam gegen Demonstrierende vorgegangen. Nach Angaben lokaler Medien und von Augenzeugen wurden dabei landesweit mindestens 50 Menschen getötet.

Nach Informationen von "Myanmar Now" sollen sogar mehr als 114 Menschen in 44 Städten ums Leben gekommen sein.

Anlass für die Proteste war der sogenannte "Tag der Armee" (der offizielle Gedenktag der Armee in Myanmar), mit dem die Militärjunta ihre Stärke demonstrieren wollte. Dabei sollen Militärangehörige und Polizisten mit scharfer Munition und gezielten Kopfschüssen gegen unbewaffnete Zivilisten vorgegangen sein.

UN-Sonderbotschafter fordert Notfallgipfel

Sowohl EU als auch Großbritannien verurteilten die jüngste Gewalt. Erst am Donnerstag hatte der unabhängige UN-Sonderberichterstatter Tom Andrews, der die Menschenrechte in Myanmar untersucht, die internationale Gemeinschaft zu einem Notfallgipfel aufgefordert.

Dazu sagte Farhan Haq, der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, das Militär habe sich gegen die eigenen Bürger gewendet. Frauen, Jugendliche und Kinder seien unter den Getöteten. Der Sonderbeauftragte fordere die Freilassung aller Inhaftierten einschließlich Aung San Suu Kyi.

Russischer Vize-Verteidigungsminister zu Gast in Naypidaw

Anlässlich des der Militärparade der Hauptstadt Naypidaw, an der als einer der wenigen ausländischen Vertreter der russische Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin teilnahm, verteidigte der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Min Aung Hlaing erneut den Militärputsch vom 1. Februar und verwarnte die Junta-Gegner.

Mehr als 2600 Demonstranten wurden seit Beginn der Proteste festgenommen, mehr als 280 Menschen wurden nach Angaben myanmarischer Menschenrechtsaktivisten getötet.

euronews, su mit dpa