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Papst stellt sich hinter Myanmars Friedensbewegung

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Papst stellt sich hinter Myanmars Friedensbewegung
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Die blutige Militärgewalt in Myanmar gegen das eigene Volk löst auch international zunehmend Bestürzung aus.

Mit einem eindringlichen Appell hat sich Papst Franziskus hinter die Friedensbewegung in Myanmar gestellt.

Bei der Generalaudienz sagte der Heilige Vater: "Auch ich knie auf den Straßen von Myanmar nieder und sage: Die Gewalt soll aufhören! Auch ich breite meine Arme aus und sage: Der Dialog soll siegen!"

Seine Worte spielen auf die Friedensgesten an, die unter anderem katholische Ordensfrauen in Myanmar öffentlich gesetzt hatten, indem sie auf Knien vor Soldaten um Frieden gebeten hatten.

Seit dem Putsch in Myanmar sind durch die Gewalt des Militärs und der Polizei Schätzungen zufolge mindestens 202 Menschen ums Leben gekommen.

Das Militär hatte nach dem Putsch vom 1. Februar die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi in Gewahrsam genommen und einen einjährigen Ausnahmezustand verhängt.

Die Demonstranten fordern die Rückkehr zu demokratischen Reformen und die Wiedereinsetzung von Suu Kyis ziviler Regierung. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November klar gewonnen.

Die Lage wird derweil immer unübersichtlicher. Seit Wochenbeginn sperrt die Junta nun auch tagsüber weitgehend den Internetzugang auf Mobilgeräten. Bereits seit Wochen wird das Internet jede Nacht blockiert. Seit dem Umsturz haben Beobachter immer wieder Fotos und Videos der Gewalt in sozialen Netzwerken gepostet.

Trotz des brutalen Durchgreifens der Einsatzkräfte gingen auch am Mittwoch wieder landesweit Tausende Menschen gegen die Generäle auf die Straße. Die Zahl der Opfer steigt.