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Proteste in Zypern gegen Corona-Maßnahmen und Korruption

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Von Euronews mit afp
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Proteste in Zypern gegen Corona-Maßnahmen und Korruption
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Hunderte Menschen haben in der Hauptstadt Nikosia in Zypern gegen das Pandemie-Management der Regierung, wirtschaftliche Missstände und Korrution protestiert. Auf ihren Transparenten forderten sie ein Ende der restriktiven Maßnahmen, wie eine monatelange Ausgangsgsperre, und mehr Unterstützung für sozial Schwache und notleidende Betriebe.

Die Demonstration wurde von der linken Gruppe "Os Damai" - auf Deutsch: "Genug!" - organisiert. Auf der Kundgebung vor dem Präsidentenpalast spielten mehrere zyprische Musikgruppen und Sänger Lieder mit regierungsfeindlichen Texten.

Unter den Demonstrant:innen war auch die zyprische Musikerin Anastasia Demetriadou, die ungewollt zu einem Symbol der Proteste geworden ist. Während des ersten Protests der Organisation "Os Damai" am 13. Februar wurde sie von einem Wasserwerfer im Gesicht getroffen. Ihr linkes Auge konnte mit einer Notoperation gerettet werden.

"Kommt und blendet mich, nehmt mir mein Augenlicht", trug sie während der Kundgebung ein Gedicht vor.

Die Menschen forderten außerdem eine Lösung des Zypernproblems und den Abriss eines Stacheldrahtzauns, den die zyprische Regierung kürzlich an einem Teilstück der von den Vereinten Nationen kontrollierten Pufferzone errichtet hat, um illegale Einwanderung aus der Türkischen Republik Nordzypern abzuhalten.

Die Grenzanlage in Astromeritis in der Nähe der Hauptstadt Nikosia würde den Spaltungsprozess auf der Insel weiter vorangetrieben, sagen Kritiker. Der Zaun würde die ohnehin geringen Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche weiter reduzieren.