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Moskau schickt Truppen in Richtung Ukraine: USA warnen vor "Eskalation"

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Von Euronews mit afp
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Moskau schickt Truppen in Richtung Ukraine: USA warnen vor "Eskalation"
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Die Spannungen im Ukrainekonflikt schaukeln sich weiter hoch. In den sozialen Medien sind Bilder russischer Panzer und Soldaten aufgetaucht, die in die Grenzregion zur Ukraine vordringen, einschließlich der Gebiete Donezk und Luhansk, die von pro-russischen Rebellen kontrolliert werden.

USA: "Vorgehen Russlands beunruhigt uns"

Die Ukraine und die USA richteten mahnende Worte in Richtung Kreml. "Moskau muss die militärische Eskalation stoppen. Und sein sofortiges und bedingungsloses Engagement für eine politische und diplomatische Lösung und den Waffenstillstand bekräftigen", sagte Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine.

Ned Spice, Sprecher des US-Außenministeriums erklärte: "Die jüngste Eskalation des aggressiven und provokativen Vorgehens Russlands im Osten der Ukraine beunruhigt uns. Jeder Versuch Russlands, seine Nachbarn und unsere Partner einzuschüchtern, besorgt uns - und die Ukraine ist einer unserer Partner."

Im Falle eines russischen Angriffs werde man die Ukraine nicht alleinlassen, so Washington.

Russland gibt sich unbeeindruckt

Moskau dagegen weist die Vorwürfe zurück. Dass man Truppen Richtung Ukraine schicke, sei reiner Selbstschutz. Denn die NATO und andere Bündnisse würden ihrerseits Truppen an der russischen Grenze hochfahren.

"Ja, der Konflikt hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Aber auf der anderen Seite habe ich die Hoffnung, dass wir es mit erwachsenen Menschen zu tun haben, die sich der Risiken einer weiteren Eskalation bewusst sind", so Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

30.000 Tote in Ostukraine

Seit 2014 kämpfen in der Ostukraine von Russland unterstützte Aufständische gegen Regierungstruppen. 13.000 Menschen wurden bereits getötet.

Vergangenes Jahr wurde ein Waffenstillstand ausgehandelt, dann aber nie wirklich respektiert. Seit Anfang des Jahres nehmen die Kämpfe wieder zu. Laut Ukraine wurden seither bei Angriffen prorussischer Rebellen 20 Soldaten getötet und viele weitere verletzt.