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25-jähriger Angreifer tötet Polizisten vor US-Kapitol - Biden "untröstlich"

Von Euronews mit AP, dpa
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25-jähriger Angreifer tötet Polizisten vor US-Kapitol - Biden "untröstlich"
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Die Flaggen stehen nach dem tödlichen Angriff auf Polizisten vor dem US-Kapitol in Washington auf Halbmast. Ein Angreifer war am Freitagmittag (Ortszeit) an einem Eingang zum US-Kongress mit einem Auto in zwei Polizisten gefahren.

Der Polizeibeamte William Evans war dabei ums Leben gekommen. Er stand seit 18 Jahren im Dienst der Kapitol-Polizei. Der zweite Polizist wurde schwer verletzt. Als der Mann aus dem Auto stieg und mit einem Messer auf weitere Polizisten losging, stoppten ihn diese mit Schüssen. Dabei wurde der Angreifer getötet.

Der Angreifer: der 25-jährige Afroamerikaner Noah Green aus Indiana

Die Polizei in Washington erklärte, dass das die Tat ersten Erkenntnissen zufolge keinen terroristischen Hintergrund zu haben scheint. Aktuelle Beiträge des Mannes in den Sozialen Medien deuteten auf psychische Probleme hin. Der Verdächtige sei der Polizei nicht bekannt gewesen.

Laut Medienberichten handelt es sich um einen 25-jährigen Afroamerikaner aus Indiana. Die Polizei berichtete, unter anderem habe der Mann die US-Regierung als "größten Feind der Schwarzen" bezeichnet.

Flaggen auf allen US-Einrichtungen weltweit auf Halbmast

US-Präsident Joe Biden erklärte, er und seine Frau Jill seien wegen des Anschlags "untröstlich". In einer Mitteilung verurteilte er den gewalttätigen Angriff und sprach der Familie des getöteten Beamten sein Beileid aus. Er werde laufend über den Stand der Ermittlungen informiert.

Da wir den Verlust eines weiteren mutigen Beamten der Capitol Police betrauern, habe ich angeordnet, dass die Flaggen des Weißen Hauses auf halbmast gesetzt werden, so Biden in der Mitteilung. Die Flaggen-Anordnung gilt demnach bis Dienstag für das Weiße Haus, alle öffentlichen Gebäude und Militäreinrichtungen sowie US-Botschaften und konsularische Vertretungen weltweit.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, bezeichnete den getöteten Beamten als "Märtyrer für unsere Demokratie". Auch der Minderheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, drückte Evans' Familie sein Beileid aus. Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte: "Ereignisse wie dieses erinnern uns an den Mut und die Kompetenz der Profis der Sicherheitskräfte und an unsere gemeinsame Verpflichtung, dieses großartige Land und seine Institutionen zu verteidigen."