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Trotz Corona-Pandemie: Empörung über illegale Luxus-Dinner in Paris

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Von euronews
Paris
Paris   -   Copyright  AP Photo/Michel Euler, File
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Ein Fernsehbericht über geheime Luxusdinner trotz Corona-Pandemie sorgt in Frankreich für Wirbel - und für Ermittlungen der Justiz. In dem TV-Bericht des Senders M6 sagt ein Mann, der als Organisator einer geheimen Party vorgestellt wird: "Ich habe diese Woche in zwei oder drei Restaurants gegessen, die sogenannte illegale Restaurants sind, mit einer Reihe von Ministern."

Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete am Sonntag eine Untersuchung ein. "Ziel der Untersuchung ist es, zu überprüfen, ob Partys unter Missachtung der Gesundheitsvorschriften organisiert wurden und zu ermitteln, wer die Organisatoren und Teilnehmer gewesen sein könnten", hieß es.

Kaviar, Champagner und Küsschen

In dem Bericht, der am Freitagabend ausgestrahlt wurde, wird ein geheimes edles Restaurant in Paris gezeigt, das trotz der Corona-Maßnahmen geöffnet hat. In Frankreich sind die Restaurants seit Ende Oktober wegen der Pandemie geschlossen worden. "Menschen, die hierher kommen, nehmen ihre Masken ab", sagt ein unkenntlich gemachter Mitarbeiter. "Wenn Sie hier einmal durch die Tür sind, gibt es kein Covid". Der Bericht zeigt außerdem ein Fest in einem edlen Etablissement, bei dem die Menschen ebenfalls keine Masken tragen, keine Abstandsregeln einhalten und sich mit Küsschen begrüssen.

Die Corona-Lage in Frankreich ist extrem angespannt, erst am Wochenende sind neue landesweite Beschränkungen in Kraft getreten.

#OnVeutLesNoms - Große Empörung im Netz

Unter dem Hashtag #OnVeutLesNoms zu deutsch: "Wir wollen die Namen" empören sich Menschen in sozialen Netzwerken über die gezeigten Szenen. Die französische Ministerin Marlène Schiappa sagte im französischen Radio, dass falls Politiker Regeln gebrochen hätten, sie bestraft werden müssten, wie normale Bürger auch.

Vielen geht das jedoch nicht weit genug. In den sozialen Netzwerken wird gefordert, dass falls ein Staatsdiener sich derart dreist über die Corona-Maßnahmen hinwegsetzt, das einen Rücktritt zur Folge haben müsste. Viele verweisen dabei auf Fälle in anderen Ländern, etwa in Schweden.

Der französische Innenminister Gérald Darmanin forderte am Sonntagnachmittag die Polizeipräfektur auf, "die Richtigkeit der berichteten Tatsachen zu überprüfen, um, falls sie sich bestätigen, die Organisatoren und Teilnehmer dieser heimlichen Abendessen strafrechtlich zu verfolgen".