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Macron verkündet 4 Wochen Lockdown in ganz Frankreich

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Emmanuel Macron
Emmanuel Macron   -   Copyright  Ludovic Marin/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die strengen Lockdown-Maßnahmen auf das ganze Land ausgedehnt, um die Ausbreitug des Virus zu bremsen. Das gab Macron während einer seiner seltenen Fernsehansprachen bekannt.

Außerdem werden die Schulen landesweit ab der nächsten Woche für drei Wochen geschlossen. Diesen Schritt hatte die Regierung lange hinauszögert. Die Frühlingsferien werden in einigen Regionen verschoben, so dass sie im ganzen Land gleichzeitig stattfinden.

Seit Monaten hatte der Staatschef trotz der stark steigenden Zahl von Neuinfektionen versucht, die Schulen offen zu halten und die stärkeren Einschränkungen auf einige besonders betroffenen Regionen zu begrenzen. Jetzt sprach Macron davon, das Frankreich - anders als Deutschland - Wochen der Freiheit gewonnen hätte.

Über Ostern ist noch einiges erlaubt

Die Ausgangsbeschränkungen treten erst ab dem 6. April in Kraft, so dass die Französinnen und Franzosen über Ostern ihre Region verlassen können. Danach dürfen sie sich nur noch in einem Umkreis von 10 Kilometern bewegen. Für weitere Bewegungen braucht es dann einen triftigen Grund, der auf einem mit sich zu führenden Formular angegeben werden muss.

Intensivkapazitäten in Krankenhäusern sollen ausgebaut werden

In seiner Ansprache dankte Macron dem geplagten Krankenhauspersonal sowie den Lehrerinnen und Lehrern. Die Kapazität der Intensivstationen soll in den kommenden Wochen ausgebaut werden.

Tatsächlich sind aber viele Beschäftigte im Gesundheitswesen ausgelaugt und wegen des chronischen Personalmangels schon lange am Limit.

In den kommenden Wochen soll noch mehr geimpft werden. Neben Hausärztpraxen und Apotheken, die schon impfen dürfen, werden auch Feuerwehrleute und Tiermediziner:innen aufs Impfen vorbereitet. Es werde weiter auch an Wochenenden geimpft, sagte Macron.

Ab Mitte Juni sollen sich alle Französinnen und Franzosen über 18 Jahren zum Impfen anmelden können. Das Versprechen, dass alle bis zum Ende des Sommers geimpft seien, will der Präsident aufrecht erhalten.

Hauptstadt am schlimmsten vom Coronavirus betroffen

Doch in und um Paris liegt die 7-Tage-Inzidenz seit Tagen über 500. Fast ganz Frankreich färbt sich auf den Virus-Karten inzwischen rot.

Auf Intensivstationen werden mehr als 5.000 Patientiennen und Patienten wegen Covid-19 behandelt - so viele wie seit April 2020 nicht mehr. Besonders im Raum Paris arbeiten die Beschäftigten der Krankenhäuser schon seit Wochen an der Belastungsgrenze. Mehrmals hatten Ärztinnen und Ärzte kollektiv in Form von offenen Briefen Alarm geschlagen.