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Schock in Rambouillet nach Mord an Polizeibeamter - 3 Festnahmen

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Schock in Rambouillet nach Mord an Polizeibeamter - 3 Festnahmen
Copyright  Lewis Joly/AP
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Nach einer tödlichen Messerattacke auf einer Polizeiwache in Rambouillet bei Paris hat die
Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Bis Samstagvormittag wurden drei Personen aus dem Umfeld des Angreifers festgenommen. Der 36 Jahre alte Angreifer, der seit zehn Jahren in Frankreich lebte, wurde erschossen.

Offenbar wurde die Polizeiwache in dem ruhigen Viertel zuvor ausgespäht. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind geschockt.

Eine - laut Medien unbewaffnete - Verwaltungsbeamtin der Polizei (49) war am frühen Freitagnachmittag von einem Angreifer mit einem Messer getötet worden. Dabei habe er laut Zeugen «Allah Akbar» gerufen ("AFP").

«Die Republik hat gerade eine ihrer Alltagsheldinnen verloren – bei einer barbarischen und unendlich feigen Tat», so Ministerpräsident Jean Castex auf Twitter. Er traf am Nachmittag mit Innenminister Gérald Darmanin am Tatort ein.

Jean Castex:

“Ich bin mit dem Innenminister zum Tatort gefahren, um den Polizisten und Beamten der Rambouillet-Polizeistation, die von diesen Ereignissen sehr betroffen sind, all unsere Unterstützung zukommen zu lassen. (...) Ich möchte allen Franzosen sagen, Frauen und Männern, wie intakt unsere Entschlossenheit ist, Terrorismus in all seinen Formen zu bekämpfen, mehr denn je.”

Präsident Emmanuel Macron ("La Voix du Nord"):

"Stéphanie wurde in ihrer Polizeistation in Rambouillet in der bereits verletzten Region Yvelines getötet“ - er bezog sich dabei auf die Ermordung von Samuel Paty im Jahr 2020 und einiger Polizisten im Juni 2016 in Magnanville im selben Departement.

Medien zufolge wurde der Angreifer von Polizisten angeschossen und starb an seinen Verletzungen. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen 36-jährigen Mann aus Tunesien handeln, der der Polizei vorher nicht bekannt gewesen sei.

Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben mehr als 250 Menschen.

su mit dpa, AFP