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Armin Laschet eröffnet Wahlkampf: "Sie redet, ich handle"

Kanzlerkandidat der Union Armin Laschet
Kanzlerkandidat der Union Armin Laschet   -   Copyright  Tobias Schwarz/AFP or licensors
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Der CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hat in den Wahlkampfmodus umgeschaltet und greift an. "Das können die Grünen nicht", sagte Laschet in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Laschet zieht die Wirtschaftskompetenz der Grünen in Zweifel. Das Land brauche mehr Freiheit und weniger Bürokratie, eine neue Gründerzeit für Unternehmen und Start-ups, um aus der pandemiebedingten Krise zu kommen. Die Grünen hätten "inhaltlich wenig zu bieten", so Laschet in dem Interview.

Die Grünen im Umfragehoch

Die Bekanntgabe von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin hatte die Grünen in der Gunst der Wähler:innen (noch) weiter nach oben katapultiert. In einer Umfrage lagen die Grünen zuletzt bei 28 Prozent - hinter der CDU/CSU mit 21 Prozent. Laut FORSA sprechen sich 32 Prozent für die grüne Politikerin aus, ihre Mitbewerber um das Kanzleramt, Armin Laschet und Olaf Scholz von der SPD, kommen jeweils auf Beliebtheitswerte von etwa 15 Prozent.

Laschets Kommentar zu Annalena Baerbock: "Sie redet, ich handle." Allerdings räumte er ein, dass die Grünen der größte Herausforderer in diesem Wahlkampf sein werden.

Wunsch-Koalitionspartner: FDP

Armin Laschet stellt gleich zu Beginn des Wahlkampfs den Wunschpartner für eine Koalition klar: "Die FDP ist ein guter Partner, mit dem man das Land voranbringen kann". Und auch die FDP bringt sich nach acht Jahren in der Opposition in Position.

Armin Laschet hätte er als zuverlässigen Verhandlungs- und Regierungspartner kennengelernt, sagte Parteichef Christian Lindner in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Er sehe guten Chancen, Teil der "Modernisierungskoalition" zu werden.

Auf der Pressekonferenz nach dem Treffen des CDU-Präsidium am Montag stellte Laschet die Erfolge beim Impfen heraus. Wir würden derzeit eine große Dynamik beim Impfen erleben, so Laschet. Wir hätten zwar drei Monate gebraucht um 10 Prozent der Bevölkerung zu impfen, aber nur drei Wochen für die nächsten zehn Prozent.

Bund-Länder-Runde: Laschet erwartet Freiheiten für Geimpfte

Der Impfgipfel zwischen Bund und Ländern am Montag wird sich vor allem auch mit der Frage beschäftigen, ob geimpfte Personen mehr Freiheiten bekommen können.

Kanzlerin Angela Merkel hatte davor gewarnt, in der Diskussion über die Rückgabe von Freiheitsrechten Geimpfte und Getestete gleichzustellen. Für Getestete könne nicht das gelten, was für vollständige Geimpfte gelte, so Merkel.

Armin Laschet sagte auf der Pressekonferenz nach der Präsidiumssitzung, es sei ein schwieriges gesellschaftliches, rechtliches und ethisches Phänomen, ob Grundrechtseingriffe aufrecht erhalten werden können, für Menschen, die komplett geimpft sind.

Aber er stellte auch klar: Sein Ziel sei es, "Grundrechtseingriffe für alle möglichst schnell zurückzuführen". Das sei das, woran man jetzt arbeiten müsse, die Inzidenzzahlen zu senken, "damit wir wieder in eine verantwortungsvolle Normalität übergehen können". "Das muss heute verbindlich geregelt werden", so Laschet.

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