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Eine Dosis Sputnik V oder doch lieber Pfizer? Bar in Zagreb bietet Impf-Cocktails an

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Von Cornelia Trefflich mit AP
Cocktails in einer Bar in Zagreb
Cocktails in einer Bar in Zagreb   -   Copyright  AP Photo
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Gäste einer Bar in der kroatischen Hauptstadt Zagreb können zwischen Sputnik V, Pfizer, AstraZeneca und Moderna wählen.

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Dabei handelt es sich genau genommen nicht um die begehrten Impfstoffe, die vielerorts immer noch Mangelware sind, sondern um Cocktails.

Eine Dosis Sputnik V, Pfizer, Moderna oder AstraZeneca?

In der Roots-Bar in der Altstadt bereichern diese vier nun die Getränkekarte, und sollen Gäste dazu einladen, etwa auf ihre erhaltene Corona-Impfung oder die allmählichen Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen anzustoßen. Die Geschäftsidee stammt von Barbesitzer Tomislaw Perko und seiner Frau, die sich vom klassische New Yorker Cocktail "Penicillin" inspirieren ließen, der aus Whisky, Honig, Ingwer und Zitrone besteht.

"Es begann alles beim Trinken von Cocktails, es ist eine natürliche Art, wie uns die Ideen kommen", sagt Perko.

Ihre an das Pandemie-Zeitalter angepassten Cocktails sind von den jeweiligen Ländern inspiriert, in denen der Impfstoff entwickelt wurde: Sputnik aus Russland, Pfizer/BioNTech aus Deutschland, AstraZeneca aus England und der Impfstoff Moderna aus den USA.

"Die Hauptzutaten der Cocktails kommen also aus dem gleichen Land wie die Impfstoffe, also für Sputnik natürlich Wodka, für Pfizer eine Kombination aus Roggenwhiskey und dem berühmten deutschen Schnaps Jägermeister, für AstraZeneca Gin und der letzte ist Moderna, der mit Bourbon hergestellt wird", erklärt Barkeeper Arman Peran, der die Drinks mixt.

Hoffnung auf die Rückkehr der Touristen

Wie in den meisten europäischen Ländern waren die Bars in Kroatien während des Winters monatelang geschlossen, um die Corona-Infektionen in den Griff zu bekommen.

Das 4,2 Millionen Einwohner zählende Kroatien registrierte mehr als 300.000 Infektionen mit dem Coronavirus und 7.500 Todesfälle. Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne hofft das EU-Land nun auf eine Rückkehr der Tourist:innen in diesem Sommer.

Noch sind die Infektionszahlen mit mehr als 1.000 Fällen binnen 24 Stunden (Stand: 12. Mai) hoch, aber erste, vorsichtige Lockerungen machen Hoffnung. Bars dürfen demnach im Freien Getränke servieren - im Fall der Roots-Bar mit einer Spritze. "Patient:innen" erhalten sogar einen Stempel, der den Erhalt der wertvollen Dosis bestätigt.