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Knochen-Puzzle um Christoph Kolumbus: Woher stammt der Seefahrer?

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Von euronews
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Knochen-Puzzle um Christoph Kolumbus: Woher stammt der Seefahrer?
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Stammte Christoph Kolumbus wirklich aus Genua? Oder war er Spanier? Oder, wie manche vermuten, aus Portugal, Kroatien oder gar aus Polen? Schon in fünf Monaten könnten wir mehr wissen. Denn nun hat ein Team internationaler Wissenschaftler die Untersuchung der DNS des Seefahrers aus dem 15. Jahrhundert fortgesetzt, um so seinen geographischen Ursprung zu identifizieren. Die Resultate sollen im Oktober veröffentlicht werden.

Nach der Exhumierung: Was gehört zu wem?

Inmaculada Aleman ist Professorin für Physische Anthropologie an der Universtität von Granada und an den Untersuchungen beteiligt:

"Die sterblichen Überreste, die wir untersuchen, wurden in der Kapelle von Santa Maria de Cogolludo exhumiert. Sie stammen von verschiedenen Personen. Zunächst müssen wir herausfinden, von wie vielen Individuen wir sprechen, welche Knochen zu wem gehören. Dann schätzen wir das Geschlecht ein, das Alter. Anschließend werden wir Vergleiche mit bereits identifierten Überresten von Christoph Kolumbus und mit denen seiner Verwandten anstellen. So werden wir herausfinden, welche Knochen von ihm stammen."

Bereits im Jahr 2003 hatten Forscher einen Durchbruch vermelden können. Damals exhumierten sie Knochen aus einem Grab in der Kathedrale von Sevilla und identifizierten sie als die von Kolumbus. Doch dann entschied das Team, die Forschungen zu stoppen. Die damaligen Technologien erschienen ihnen wenig verlässlich. Seither aber hat sich die DNS-Analyse weiterentwickelt. Zeit für einen neuen Versuch.

Vergleiche mit Verwandten sollen helfen

Marcial Castro, Professor für Moderne Geschichte erklärt:

"Wir haben nun mit den Überresten aus der Kathedrale von Sevilla gearbeitet und mit denen des unehelichen Sohnes von Christoph Kolumbus, Hernando Colon. Uns stehen derzeit drei Familienmitglieder zur Verfügung. Mit der mitochondrialen DNS der Mutter der beiden Brüder konnten wir bereits Versuche anstellen. Etwas schwieriger war es mit dem männlichen Y-Chromosom."

Hypothesen und Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern aus aller Welt wurden nun an der Universtität von Granada zusammengetragen - mehr als 515 Jahre nach der Beisetzung von Christoph Kolumbus im Jahr 1506.