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Hunderte Ceuta-Migrant:innen beantragen Asyl

Hunderte marokkanische Migrant:innen, die am 17. und 18. Mai in die spanische Enklave Ceuta fliehen konnten, standen in Ceuta Schlange, um Asyl zu beantragen und der Abschiebung zu entgehen. Die Polizei hatte Termine für Vorgespräche verteilt.

Im Zuge einen Konflikts zwischen Marokko und Spanien hatte Marokko vor zwei Wochen als Druckmittel die Grenzkontrollen zu der spanischen Nordafrika-Exklave gelockert. Binnen 36 Stunden gelangten mehr als 8.000 Migranten:innen nach Ceuta. Spanien warf Marokko Erpressung vor.

Die meisten der rund 8.000 Geflohenen wurde sofort nach Marokko zurückgeführt, einige Hundert haben es geschafft, in Ceuta zu bleiben, ebenso wie fast 1.000 unbegleitete Minderjährige.

"Wir sind hierher gekommen, um Asyl zu beantragen und zu fliehen", sagte Mounir Zerouali aus Tetouan in Marokko. "In Marokko gibt es nichts, es gibt keine Arbeit. Die Menschen stehen verloren auf der Straße und vergeuden ihr Leben für nichts."

Spanien hat mit Marokko ein Abkommen, dass vorsieht, erwachsene Migranten, die keinen Asylantrag stellen, zurückzuschicken. Die Herausforderung für die Menschen besteht nicht nur darin, in Ceuta bleiben zu dürfen, sondern Wege zu finden, auf das spanische Festland zu gelangen, wo sie hoffen, Arbeit zu finden.