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Mordanklage: MH-17 Hauptverfahren in den Niederlanden

Von Lucia Riera Bosqued
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Mordanklage: MH-17 Hauptverfahren in den Niederlanden
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Ein Moment des Gedenkens für die Angehörigen der Opfer von Flug MH17, nahe der russischen Botschaft in Amsterdam. Der Prozess beginnt, drei Russen und ein Ukrainer sind wegen Mordes angeklagt. Die Angehörigen hoffen auf Antworten.

Wir werden hören, was passiert ist und warum es passiert ist, mehr über die Flugabwehrrakete und von wo aus sie abgefeuert wurde. Das führt zur Rolle der Russischen Föderation, auch wenn es nicht Russland ist, das vor Gericht steht. Dann hören wir mehr über die Rolle der vier Verdächtigen. Ich hoffe, das wird den Angehörigen die Klarheit bringen, die sie brauchen, um ihr Leben weiter leben zu können.
Piet Ploeg
Sprecher der Hinterbliebenen

Einige Angehörige der Opfer waren zum Auftakt des Hauptverfahrens im Gericht. Mit der Beweisaufnahme beginnt die entscheidende Phase des Prozesses, in der die Untersuchungsergebnisse präsentiert werden. Keiner der vier Angeklagten ist erschienen, nur einer lässt sich per Anwalt vertreten. Der Vorsitzende Richter skizziert die wichtigsten Punkte:

Stürzte MH 17 als Folge eines Angriffs durch eine Buk-Rakete ab? Wurde eine Buk-Rakete von einem Feld in der Nähe von Perwomaiskyi abgeschossen und, drittens: Haben die Angeklagten dabei eine Rolle gespielt?
Hendrik Steenhuis
Vorsitzender Richter

Den Angeklagten drohen lebenslange Haftstrafen, sollten sie schuldig gesprochen werden für den Mord an den 298 Menschen. Das Flugzeug wurde durch eine mobile russische Flugabwehrrakete zerstört, abgefeuert von pro-russischen Rebellen in der Ukraine. Russland hat jede Beteiligung bestritten.

Malaysia Airlines Flug 17 (MH17) war ein Linienflug von Amsterdam nach Kuala Lumpur, der am 17. Juli 2014 über der Ostukraine abgeschossen wurde. Alle 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder wurden getötet.

Der Prozess begann formell im März 2020, hat sich aber bis jetzt mit juristischen Verfahrensfragen beschäftigt, dabei hauptsächlich über die Zulässigkeit von Beweisen im Zusammenhang mit dem Absturz.