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Ungarn: Atomkraft auf wackligen Beinen

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Von Frank Weinert
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Das Kernkraftwerks Paks in Zentralungarn ist möglicherweise nicht erdbebensicher. Doch - sagt Ungarn. Nein - sagt Österreich.

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Das Kernkraftwerks Paks in Zentralungarn: Jetzt sind neue Bedenken ob der Erdbebensicherheit aufgekommen. Eine vom österreichischen Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie hat die Pläne zum Bau neuer Reaktoren in der Anlage untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass die geplante Erweiterung nicht den internationalen Sicherheitsstandards entspricht. Dazu sagt Dr. Kurt Decker, Mitautor der Studie, von der Universität Wien: "Die Daten schließen die potenzielle Gefahr einer Störung nicht aus. Wir sind sogar geneigt zu sagen, dass geologischen Verwerfungen in der Nähe des Standortes existieren."

Den ungarischen Behörden war offenbar bekannt, dass es sich bei dem Standort um eine aktive Störungszone handelt. Aber nachdem sie detaillierte Studien des Gebiets in Auftrag gegeben hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass die geologische Verwerfung keine dauerhafte Oberflächenverschiebung verursachen kann.

Der ungarische Geophysiker Tamás János Bodoky sagt jedoch, dass diese Behauptung nicht durch die Daten gestützt wird: "Sie haben Messungen gemacht, aber sie haben sie nicht wirklich ausgewertet. Sie haben sie nicht interpretiert, also gibt es keine wirklichen Ergebnisse. Und ohne Ergebnisse ist es unmöglich, etwas auszuschließen oder zu beweisen."

Der Experte sagt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens Ereignisses sehr gering sei, aber es solle nicht heruntergespielt werden, und weitere Untersuchungen seien notwendig. Unterdessen sagte der für Paks 2 zuständige ungarische Minister, dass die ungarische Atomenergiebehörde im September eine Genehmigung für den Ausbau erteilen werde.

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