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Covid-19 in Moskau: Delta-Variante stößt auf Impf-Skeptiker

Von Luis Nicolas Jachmann
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Neue Corona-Fälle werden fast ausschließlich der Delta-Variante in Moskau zugeschrieben
Neue Corona-Fälle werden fast ausschließlich der Delta-Variante in Moskau zugeschrieben   -   Copyright  Euronews
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Die Corona-Situation in Russland spitzt sich weiter zu - vor allem in Moskau: Am Samstag vermeldete Europas größte Metropole 9120 neue Fälle - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Vermutlich auch weil die Impfskepsis in Russland ungebrochen hoch ist - auch in der Hauptstadt: Nach offiziellen Angaben hat sich dort erst jeder Sechste impfen lassen.

In Moskau werben die Behörden auf den Straßen offensiv für eine Impfung und auch Russlands Präsident Wladimir Putin richtete sich erneut mit einem Appell an die Menschen: "Unser gemeinsames Ziel ist es, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Wir müssen die Impfraten erhöhen. Wir haben alles, was wir dazu brauchen. Russland verfügt über vier eigene Coronavirus-Impfstoffe, und neue Impfstoffe und Medikamente sind in der Entwicklung."

Für bestimmte Berufsgruppen ist die Impfung in Moskau bereits Pflicht.

Neue Beschränkungen in Moskau

Die Maßnahmen wurden in den letzten Tagen in Moskau verschärft. Großveranstaltungen sind auf 1000 Personen begrenzt, die Fanzone zur Europameisterschaft in Moskau sowie Diskos wurden ganz geschlossen. Spielplätze in Moskau sollen mindestens bis zum 28. Juni unzugänglich sein.

Mancherorts haben die Behörden in Firmen eine Impfquote von mindestens 60 Prozent der Beschäftigten angeordnet.

Delta-Variante in Moskau für 90 % der Infektionen verantwortlich

Mitverantwortlich für den rasanten Anstieg der Covid-19-Erkrankungen ist die Ausbreitung der Delta-Variante. In Moskau mache sie bereits 90 Prozent der Fälle aus - so der Bürgermeister Sergej Sobjanin. In Russland sind laut Regierung erst etwa 11 Prozent vollständig geimpft.