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Wut auf Tour-de-France-Zuschauerin: "Hoffe, Omi und Opi sind stolz auf Dich"

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Von euronews
Der Fahrer Marc Hirschi wird nach seinem Sturz medizinisch behandelt.
Der Fahrer Marc Hirschi wird nach seinem Sturz medizinisch behandelt.   -   Copyright  Anne-Christine POUJOULAT / POOL / AFP
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Nach dem Massensturz bei der Tour de France sucht die französische Polizei die Verursacherin - eine Zuschauerin. Die unbekannte Frau hatte sich wohl noch vor dem Eintreffen der Beamten vom Unfallort entfernt. Sie hatte an der Strecke ein Pappschild hochgehalten und den deutschen Fahrer Tony Martin aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Folge: ein fürchterlicher Massensturz 46 Kilometer vor dem Ziel zwischen Côte de Saint-Rivoal und Saint-Cadou in der Bretagne. Mindestens 30 Fahrer kamen zu Fall, zahlreiche von ihnen wurden verletzt.

Der Veranstalter kündigte juristische Konsequenzen an. "Wir werden diese Frau verklagen, die sich so schlimm verhalten hat", sagte der stellvertretende Renndirektor Pierre-Yves Thouault der Nachrichtenagentur AFP.

Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die die Frau gesehen haben. Auf Fernsehbildern ist zu sehen, dass die Frau nach dem Massencrash selbst nicht verletzt wurde. Sie hat auch noch einige Zeit die Ärzte bei ihrer Ersten Hilfe beobachtet und ist dann scheinbar weggegangen.

Der belgische Radprofi Jasper Stuyven reagierte sarkastisch und schrieb, "Ich hoffe, Omi und Opi sind stolz auf Dich. Aber im Ernst: es ist schön, dass so viele Zuschauer uns unterstützen, aber bitte bleibt von der Straße weg!"

Auch der Berliner Radprofi Simon Geschke unterstützte das juristische Vorgehen der Veranstalter. "Der oder die Deppin sollte angezeigt werden meiner Meinung nach. Das geht einfach nicht, Absicht oder nicht", sagte er dem "Cyclingmagazine".