Sea Breeze: Machtdemonstration am Schwarzen Meer

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Von Euronews
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Nur wenige Tage nach dem Zwischenfall mit einem britischen Kriegsschiff im Schwarzen Meer halten die USA und ihre Verbündeten in dem Gebiet ein großes Militärmanöver ab. Eine Provokation, findet Moskau. Und auch aus Deutschland kommen kritische Töne.

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Trotz Kritik aus Moskau hat in der südukrainischen Hafenstadt Odessa das jährliche Seemanöver "Sea Breeze" begonnen. Nach Angaben der US-Armee ist es das größte seiner Art.

In den kommenden zwei Wochen werden im Schwarzen Meer Truppen aus der Ukraine, den USA und weiteren knapp 30 Ländern trainieren. Nach US-Navy sind an der Militärübung etwa 5000 Soldaten, rund 30 Schiffe sowie 40 Flugzeuge und Hubschrauber beteiligt. Trainiert werden unter anderem Landungsoperationen und Luftabwehr. Die Bundeswehr ist nicht dabei. 

Für Russland ist das Manöver eine Provokation, da es in der Nähe der 2014 annektierten Halbinsel Krim abgehalten wird. Es wird befürchtet, dass ein Teil der Waffen nach Abschluss der Übung in der Ukraine bleiben könnte.

 Der ukrainische Flottenchef Olexij Nejischapa sagte, "diese Übungen vereinen fünf Kontinente. Sie finden im nordwestlichen Teil des Schwarzen Meeres und in drei ukrainischen Regionen statt. Sie sollen Stabilität und Frieden bringen."

Zur gleichen Zeit hielt auch Russland Militärmanöver über dem Mittelmeer ab. Zuletzt hatten sich die Spannungen um die Krim erhöht. Ein britisches Kriegsschiff fuhr in das von Russland beanspruchte Seegebiet und wurde mit Warnschüssen und Bomben verdrängt.

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