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EU-Impfzertifikat: Startklar zum 1. Juli

Von Euronews mit dpa
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EU-Impfzertifikat: Startklar zum 1. Juli
Copyright  Euronews vía agencias.
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Der Sommerurlaub kann endlich kommen. In Zeiten der Pandemie galt ein unbeschwertes Reisen lange als nicht sicher. Doch nun verfügen alle EU-Länder über die notwendige Technik für das EU-Impfzertifikat.

Dieses startet formell am 1. Juli. Viele Länder geben aber bereits seit Wochen nationale Impfnachweise aus. Laut dem deutschen Gesundheitsministerium sind allein in Deutschland bereits 37,3 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden.

Das digitale EU-Zertifikat, vorgeschlagen vom griechischen Ministerpräsidenten, ist etwas, das alle europäischen Minister beim letzten Treffen versucht haben, voranzutreiben. Wir verstehen, dass es eine große Errungenschaft ist, sich auf dieses gemeinsame Ziel zu einigen, das jedem europäischen Bürger helfen wird, sich zwischen den Staaten zu bewegen.
Vasilis Kikilias
Gesundheitsminister Griechenland

Laut EU-Kommission haben alle Länder die Möglichkeit, einen in Deutschland ausgestellten Nachweis über eine Impfung, einen Test oder eine überstandene Infektion auszulesen.

Griechenlands Minister für digitale Verwaltung Kyriakos Pierrakakis erklärte im Interview mit Euronews, dass es vergleichbar mit einer Extraspur an der Grenze sei, wo man schneller vorankomme. Im Hinblick auf Reisen und einen normaleren Tourismus sei es extrem wichtig.

Das EU-Covid-Zertifikat soll einfachere Reisen vor allem in Gebiete mit einer geringen Verbreitung von Virusmutanten ermöglichen.

Es ist wahrscheinlich eines der größten Dialog-Projekte der EU. Es wird unsere digitale Politik in der EU voranzubringen. Wir brauchen zum Beispiel mehr Zusammenarbeit in unseren Renten- und Gesundheitssystemen, wenn man von einem Mitgliedsstaat zum anderen reist. Wir haben klar gemacht, dass wir Zusammenarbeit zwischen unseren nationalen Systemen herstellen können. Dies müssen wir nicht nur mit dem digitalen Corona-Zertifikat tun, sondern in jedem Sektor.
Kyriakos Pierrakakis
Griechischer Minister für digitale Verwaltung

Die EU einigte sich in ungewöhnlich schnellem Tempo von wenigen Monaten auf die Ausgestaltung der Nachweise. Nur in einigen Staaten, wie etwa Schweden, Malta und Irland, werden sie noch nicht ausgegeben.