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Marine Le Pens Kampfansage an Emmanuel Macron

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Von Andrea Büring  mit dpa, afp
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Marine Le Pens Kampfansage an Emmanuel Macron
Copyright  RAYMOND ROIG / AFP

Die rechtsextreme Partei Rassemblement National hat auf ihrem Parteitag in Perpignan Marine Le Pen erneut zur Vorsitzenden gewählt. Sie erhielt rund 98 Prozent der Stimmen. Es ist bereits das vierte Mal, das sie das Amt innehat. Seit 2011 ist sie die Chefin der Partei - damals hieß diese noch Front National.

"Ein Jahrzehnt später kommt man nicht umhin zu erkennen, dass in einer Welt, die im Umbruch ist, in der die alte Ordnung in Trümmern liegt, mit einer veränderlichen politischen Landschaft, in der alles unsicher ist und alles in Frage gestellt wird, wir uns als eine solide, stabile Kraft etabliert haben und Millionen von Mitbürgerinnen und Mitbürgern Vertrauen einflößen," sagte sie in Perpignan.

Ohne auf die Schlappe bei den Regionalwahlen einzugehen, positionierte sich Le Pen als Herausforderin Emmanuel Macrons im Kampf um das Präsidentenamt. Alle Umfragen waren davon ausgegangen, das "Rassemblement National" werde mindestens eine, vielleicht auch mehrere Regionen gewinnen. Dies ist nicht gelungen. Im Gegenteil: Die Partei von Marine Le Pen hat landesweit Stimmenanteile verloren.

Um ihre Machtbasis auszubauen hatte sie vor kurz zuvor eine gemeinsame Erklärung mit 15 weiteren rechten Parteien veröffentlicht, um ein großes Bündnis im EU-Parlament zu schaffen.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Chef von Polens Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, der ungarische Regierungschef Viktor Orban, Santiago Abascal von Spaniens rechtsextremer Vox-Partei und Matteo Salvini von der fremdenfeindlichen italienischen Lega-Partei. Dieser gratulierte Le Pen auf Twitter.

Auch der belgische Vlaams Belang, die Dänische Volkspartei und die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) sind beteilitgt.