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Rassismus: Englands Nationalspieler Mings kritisiert Regierung

Von Euronews mit dpa
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Rassismus: Englands Nationalspieler Mings kritisiert Regierung
Copyright  Jon Super/AP
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Nach der Niederlage der englischen Nationalmannschaft im EM-Finale herrscht in Großbritannien eine heftige Debatte über Rassismus.

In den sozialen Medien wurden die Nationalspieler Marcus Rashford, Bukayo Saka und Jadon Sancho, die im Elfmeterschießen nicht getroffen hatten, rassistisch beleidigt.

Ein Wandgemälde mit dem Porträt Rashfords hatten Unbekannte in Manchester mit fremdenfeindlichen Parolen beschmiert. Viele Fans überdeckten es schnell mit unterstützenden Botschaften und Herzen. Dutzende Menschen versammelten sich und hielten "Black Lives Matter-Schilder" hoch.

Nationalspieler Tyrone Mings machte die britische Innenministerin Priti Patel indirekt für die aufgeheizte Stimmung gegen die Spieler verantwortlich. Auf Twitter schrieb er:

"Man kann nicht zu Beginn des Turniers das Feuer schüren, in dem man unsere Anti-Rassismus-Botschaft als 'Symbolpolitik' bezeichnet und dann vorgeben, angeekelt zu sein, wenn genau das passiert, gegen das wir uns einsetzen."

Die konservative Politikerin hatte zuvor, wie auch Premierminister Boris Johnson, immer wieder Verständnis für Menschen gezeigt, die ihren Unmut über den Kniefall der Spieler gegen Rassismus äußerten und das Niederknien als "Symbolpolitik" bezeichnet.