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Amnesty: Folter und Missbrauch in Libyen hält an - EU muss handeln

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Amnesty International hat anhaltende Menschenrechtsverletzungen in libyschen Flüchtlingslagern in einem Bericht angeprangert.

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Die Hilfsorganisation Amnesty International hat anhaltende Menschenrechtsverletzungen in libyschen Flüchtlingslagern angeprangert. In Internierungslagern, die dem libyschen Innenministerium unterstellt sind, würden MigrantInnen weiter ausgehungert und missbraucht, heißt es in einem Bericht. Bei Fluchtversuchen seien einige durch Schüsse von Wachleuten teils verletzt oder sogar getötet worden.

Forderung: EU muss Zusammenarbeit mit Libyen beenden

Amnesty fordert die Europäische Union dazu auf, die Zusammenarbeit mit Libyen zu beenden und für sichere Fluchtwege zu sorgen. Brüssel unterstützt unter anderem die libysche Küstenwache mit Ausbildug und Ausrüstung. Menschenrechtsorganisationen werfen der EU-Grenzschutzagentur Frontex aber auch vor, die libysche Küstenwache gezielt über Flüchtlingsboote zu informieren, damit diese die MigrantInnen zurück nach Libyen bringen kann. Dort erwarten diese dann teilweise Folter, Misshandlung, sexueller Missbrauch, Zwangsarbeit und unmenschliche Haftbedingungen, so Amnesty. Dies geschehe mit der Billigung der libyschen Behörden.

In dem rund 50 Seiten langen Bericht bezieht sich die Hilfsorganisation laut eigenen Angaben auf Gespräche mit 53 Flüchtlingen sowie 14 humanitären Helfern, Menschenrechtlerinnen und Aktivisten.

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