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Covid-19: Inzidenz sinkt in GB und Niederlanden, in Deutschland jetzt 19,4

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Von Euronews mit dpa, AP
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Ârztin vor dem Verabreichen von Booster-Impfung in Israel
Ârztin vor dem Verabreichen von Booster-Impfung in Israel   -   Copyright  Maya Alleruzzo/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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In Deutschland liegt die 7-Tage-Inzidenz an diesem Donnerstag bei 19,4. Das Robert Koch-Institut verzeichnet 3 539 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Im norddeutschen Landkreis Neumünster ist die Inzidenz mit 68 pro 100.000 Bewohnerinnen und Bewohner am höchsten. In Berlin beträgt sie 32,7.

Während vielerorts die Infektionszahlen steigen, verbuchen die Niederlanden in der zweiten Woche in Folge einen drastischen Rückgang.

In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 21.000 Fälle gemeldet, etwa 44 Prozent weniger als in der Vorwoche,

Dies ist den Gesundheitsbehörden zufolge auf die Wiedereinführung der strengen Einschränkungen zurückzuführen, nur kurz nach ihrer Aufhebung Ende Juni

Susan van den Hof vom Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM, erklärt :

"Wir glauben, dass der Höhepunkt erreicht ist oder sehr bald erreicht sein wird. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen wird bald zurückgehen.. Wir wissen, dass die Krankhauszahlen immer leicht hinter den positiven Testergebnissen hinterherhinken. Dies entspricht dem, was wir erwartet haben."

Sinkende Infektionszahlen auch in Großbritannien

Auch in Großbritannien, eigentlich Hochinzidenzgebiet, ist die Zahl der Neuinfektionen rückläufig: Zwischen dem 25. und 31. Juli gingen die Fälle im Vergle ich zur Vorwoche um 33 % zurück.

Dabei hatten Experten wegen der AUfhebung der Coronamassnahmen und der Gefahr durch die Delta-Variante mit vermehrten Ansteckungen gerechner.

Nach England will auch Schottland den Großteil seiner verbleibenden Corona-Beschränkungen am kommenden Montag aufheben.

Nach dem Hackerangriff in Italien

In Italien haben die Behörden der Region Latium versichert, dass die Impfungen trotz eines Hackerangriffs auf ihre IT-Systeme fortgesetzt werden.

In der Region, zu der auch die H auptstadt Rom gehört, war es wegen der Attacke am Wochenende vorübergehend nicht mehr möglich, einen Termin auf dem Impfportal zu buchen.

60 Prozent der Bevölkerung sind bereits geimpft. Seit Anfang Juli steigen die Infektionszahlen in Italien wieder an, vor allem in beliebten Urlaubsregionen.

Vierte Welle in Rumänien

In Rumänien - warnen Ärzte - ist die vierte Welle bereits in vollem Gang. Am Mittwoch wurden 262 neue Ansteckungen mit der Delta-Variante registriert.

14 mit Delta infizierte Personen verstarben - eine davon war bereits gegen Covid-19 geimpft.

Rumänien gehört mit Bulgarien zu den Schlusslichtern bei der Impfkampagne. Etwa 25 Prozent der Bevölkerung hat bislang einen vollständigen Impfschutz erhalten.

WHO fordert Stopp der Booster-Impfungen

Die Weltgesundheitsorganistation (WHO) in Genf hat an diesem Mittwoch gefordert, die Auffrisch-Impfungen in Form einer 3. Dosis eines Vakzins gegen Covid-19 - zumindest vorläufig - zu stoppen.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus meint, die Länder, die bereits mit sogenannten Booster-Impfungen begonnen haben, sollten diese bis Ende September verschieben, bis mindestens zehn Prozent der Menschen in allen Staaten der Welt geimpft seien.

"Länder mit niedrigem Einkommen konnten aufgrund von Versorgungsengpässen nur 1,5 Spritzen pro 100 Menschen verabreichen. Wir brauchen eine dringende Umkehr, damit nicht mehr der Großteil der Impfstoffe in Länder mit hohem Einkommen, sondern in Länder mit niedrigem Einkommen fließt", erklärte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation.

Israel hat damit begonnen, allen über 60-Jährigen eine Auffrisch-Impfung anzubieten, auch der Präsident und der Regierungschef haben schon eine dritte Dosis verabreicht bekommen.

Laut Plänen des deutschen Gesundheitsministeriums sollten ab September zunächst Risikogruppen eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Über das internationale Programm COVAX werden Impfstoffe international an Länder verteilt, die sich diese sonst nicht leisten könnten.