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Erst die Armen, dann die Kinder: WHO bittet um Vorrang für COVAX

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COVAX-Ladung in Antananarivo, Madagascar
COVAX-Ladung in Antananarivo, Madagascar   -   Copyright  Richard Drew/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat an reiche Nationen appelliert, Corona-Impfstoff an ärmere Länder zu spenden, statt jetzt damit zu beginnen, Kinder zu impfen.

Derzeit stehen nach WHO-Angaben nur 0,3 Prozent des globalen Impfangebots Ländern mit niedrigem Einkommen zur Verfügung. Vielerorts, beispielsweise in Südafrika, ist selbst das medizinische Personal noch nicht ausreichend geschützt.

"Ich hoffe einfach, dass es genug für alle gibt, die sich tatsächlich impfen lassen wollen", meint die Augenärztin Karabo Monaheng. "Auch in Anbetracht dessen, was wir gerade erst erlebt haben. Die Leute kamen mit bestätigten Terminen, aber mussten dann ganzen Tag warten und wurden letztlich nicht geimpft. Ich hoffe nur, dass es besser wird."

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte am Freitag in Genf dazu aufgerufen, für Kinder bestimmte Dosen der Initiative COVAX, die sich für gerechte globale Verteilung von Impfstoffen einsetzt, zur Verfügung zu stellen.

"Ich verstehe, warum manche Länder ihre Kinder und Jugendlichen impfen wollen. Aber zu diesem Zeitpunkt bitte ich sie dringend, dies zu überdenken", so Ghebreyesus.

Biden ruft zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf auf

In den USA und in Kanada ist der Impfstoff von Pfizer/BioNTech bereits ab zwölf Jahren zugelassen. US-Präsident Joe Biden sprach von einem weiteren großen Schritt im Kampf gegen die Pandemie rief zur Impfung dieser Altersgruppe auf. "Ich ermutige die Eltern, sicherzustellen, dass sie die Impfung bekommen", sagte Biden am Mittwoch (Ortszeit) im Weißen Haus. Schon am Donnerstag wurden die ersten Dosen verimpft.

Bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ebenfalls ein Antrag auf Zulassung des Impfstoffs von Pfizer/BioNTech für Kinder und Jugendliche vor. Die Prüfung könnte noch bis Anfang oder Mitte Juni dauern. In der EU darf das Mittel bislang nur Menschen ab 16 Jahren gespritzt werden.