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1. Interview im Straflager: Nawalny muss Propaganda-Filme sehen

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Von Euronews mit dpa
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Alexej Nawalny im Februar 2021 vor einem Moskauer Gericht
Alexej Nawalny im Februar 2021 vor einem Moskauer Gericht   -   Copyright  Alexander Zemlianichenko/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat erstmals aus dem Straflager heraus ein Interview gegeben.

Dabei beschwerte er sich gegenüber der New York Times über die Haftbedingungen. Er werde gezwungen, jeden Tag stundenlang russisches Staatsfernsehen und Propagandafilme zu sehen. Er müsse auf einemStuhl sitzen und in den Bildschirm schauen. Lesen oder schreiben sei währenddessen untersagt. Nawalny verbüßt im Lager Pokrow 100 Kilometer östlich von Moskau eine mehrjährige Haftstrafe.

In dem Interview verlangte Nawalny ein weiteres Mal harte Sanktionen gegen russische Oligarchen, die Putin unterstützen. Strafmaßnahmen der EU und der USA dürften nicht die einfache russische Bevölkerung treffen, forderte er. Der Zeitung antwortete Nawalny auf 54 handgeschriebenen Seiten.

Eine von Nawalnys Kernaussagen in der US-Zeitung: "Das Putin-Regime ist ein historischer Unfall und keine Gesetzmäßigkeit. Früher oder später wird dieser Fehler korrigiert werden und Russland einen demokratischen, europäischen Weg einschlagen."