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US-Präsident Biden verteidigt Abzug: „Endlosen Krieg nicht verlängern“

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Von euronews
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US-Präsident Biden verteidigt Abzug: „Endlosen Krieg nicht verlängern“
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US-Präsident Joe Biden hat sein Festhalten am Zeitplan des gerade abgeschlossenen Truppenabzugs aus Afghanistan in einer Fernsehansprache verteidigt. Er habe nicht vorgehabt, diesen „endlosen Krieg“ zu verlängern und habe auch einen endlosen Truppenabzug vermeiden wollen, betonte Biden. Kritische Worte fand er für eine Afghanistan-Entscheidung Donald Trumps.

Kritik an Donald Trump

„Mein Vorgänger, der ehemalige Präsident, hat mit den Taliban ein Abkommen über den Abzug unserer Truppen bis zum 1. Mai geschlossen, also nur wenige Monate nach meinem Amtsantritt. Das Abkommen enthielt keine Verpflichtung für die Taliban, eine Regierungsvereinbarung mit der damaligen afghanischen Regierung auszuarbeiten. Aber es sorgte für die Freilassung von 5000 Häftlingen im vergangenen Jahr, darunter einige der obersten Kriegsherren der Taliban, die gerade die Kontrolle über Afghanistan übernommen haben“, sagte Biden.

Der Krieg in Afghanistan sei jetzt beendet, betonte der US-Präsident. Er rechnete in seiner Ansprache die Kosten des 20-jährigen Militäreinsatzes in Afghanistan vor, erinnerte an die vielen Opfer und die Folgen für die Menschen, die dort für die US-Armee Dienst taten.

Biden: Außerlandesbringung ein „außerordentlicher Erfolg“

Die Außerlandesbringung von mehr als 100 000 Menschen, die die US-Armee in den vergangenen Wochen vom Flughafen Kabul aus durchführte, nannte Biden einen „außerordentlichen Erfolg“. Die Kritik, ein früherer Abzug hätte das Chaos in Kabul verhindert, wies er zurück. Am Donnerstag vergangener Woche wurden kamen bei Anschlägen am Flughafen Kabul 170 Menschen ums Leben, darunter 13 Diensttuende der US-Armee. Der Afghanistan-Ableger der Miliz Islamischer Staat hatte die Verantwortung für die Taten übernommen.

Biden wiederholte seine Warnung an „diejenigen, die Amerika Schaden zufügen wollen“, wie er sagte. „Wir werden nicht vergeben, nicht vergessen, wir werden Euch bis ans Ende der Welt jagen und Ihr werdet den höchstmöglichen Preis bezahlen.“ An die IS-Miliz gerichtet, sagte er: „Wir sind mit Euch noch nicht fertig."