Taliban-Regierung: ehemalige Guantanamo-Häftlinge und vom FBI gesucht

Mohammad Hassan Akhund (rechts); Aufnahme aus dem Jahr 1999
Mohammad Hassan Akhund (rechts); Aufnahme aus dem Jahr 1999 Copyright B.K. BANGASH/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Laut Fahndungsaufruf der US-Bundespolizei FBI müsse davon ausgegangen werden, dass Innenminister Sirajuddin Haqqani bewaffnet und gefährlich sei.

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**Einige der Männer, die jetzt Afghanistan regieren, stehen auf der FBI-Liste der Meist-Gesuchten oder  saßen schon mal in Guantanamo, viele von ihnen waren schon vor 20 Jahren an der Macht. **

Drei Wochen nach der Einnahme Kabuls steht sie fest, die neue Regierung, 33 Männer sind es und keine Frau. Mullah Mohammad Hassan Akhund steht an der Spitze der künftigen Taliban-Übergangsregierung in Afghanistan. Von den Vereinten Nationen wird er auf der Sanktionsliste geführt.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des designierten Innenministers Sirajuddin Haqqani führen, haben die USA eine Belohnung in Millionenhöhe ausgelobt. Ihm wird vorgeworfen, an Anschlägen auf NATO-Truppen beteiligt gewesen zu sein.

Laut Fahndungsaufruf der US-Bundespolizei FBI müsse davon ausgegangen werden, dass Haqqani bewaffnet und gefährlich sei.

Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid gab bekannt: „Bislang sind nicht alle Regierungsstellen besetzt worden. Einige Minister- und Direktorenämter sind noch frei, auch ihre Stellvertreter wurden noch nicht benannt. Wir bemühen uns darum, dass Menschen aus verschiedenen Regionen und aus unterschiedlichen Landesteilen berücksichtigt werden."

Erneut Demonstrationen

Auf einer Kundgebung in der Stadt Herat wurden Sprechchöre gegen Pakistan skandiert. Dem Nachbarland wird vorgeworfen, die Taliban zu unterstützen.

Und in Kabul gingen erneut Frauen auf die Straße, um Benachteiligung und Unterdrückung anzuprangern. Sie fürchten, dass ihre Rechte unter den neuen Machthabern deutlich eingeschränkt werden. In der Taliban-Regierung sind Frauen nicht vorgesehen.

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