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Colin Powell, Ex-US-Außenminister, an Covid-19 gestorben

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Von Euronews
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Colin Powell, Ex-US-Außenminister, an Covid-19 gestorben
Copyright  Jose Luis Magana/AP

Der frühere US-Außenminister Colin Powell ist am Morgen im Alter von 84 Jahren verstorben. Er war an Covid-19 erkrankt.

Powell, der erste schwarze Außenminister der USA, war seiner Familie zufolge voll geimpft.

"Wir möchten dem medizinischen Personal der Walter Reed-Klinik unseren Dank aussprechen," ließ die Familie verlauten. Man habe einen bemerkenswerten Ehemann, Vater, Großvater und großen amerikanischen Staatsbürger verloren.

Beispiellose Karriere

Powell war ein ein Vier-Sterne-General der US-Army. Er kämpfte in Vietnam, wurde unter dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan Sicherheitsberater sowie anschließend der jüngste und erste afro-amerikanische Vorsitzende der Generalstabschefs. In dieser Funktion beaufsichtigte er die US-Invasion in Panama und später die US-Invasion in Kuwait, um die irakische Armee 1991 zu vertreiben.

Tiefpunkt: Irak-Krieg

Er diente demokratischen und republikanischen Präsidenten in Krieg und Frieden, doch sein guter Ruf litt stark, als er 2003 vor der UNO auftrat und falsche Behauptungen aufstellte, um den US-Krieg im Irak zu rechtfertigen. Powell berief sich auf fehlerhafte Informationen, wonach Saddam Hussein heimlich Massenvernichtungswaffen versteckt habe. Die irakischen Behauptungen, dass dies nicht der Fall sei, seien "ein Netz von Lügen", sagte er vor dem UN-Sicherheitsrat.

Der ehemalige Präsident George W. Bush sagte, er und die ehemalige First Lady Laura Bush seien "``tief betrübt'' über Powells Tod.

"Er war ein großer Diener des Staates und im In- und Ausland sehr geachtet", sagte Bush. Und das Wichtigste: Colin war ein Familienmensch und ein Freund. Laura und ich sprechen Alma und ihren Kindern unser aufrichtiges Beileid aus, wenn sie sich an das Leben eines großartigen Mannes erinnern.''