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"Dark HunTOR" - Europol-Schlag gegen Cyberkriminalität

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Von su  mit dpa
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"Dark HunTOR" - Europol-Schlag gegen Cyberkriminalität
Copyright  FRED TANNEAU/AFP or licensors

Einer der größten illegalen Marktplätze im Darknet wurde im Januar zerschlagen - «DarkMarket» in Deutschland. Und die Ermittler blieben dran: Bei einer Aktion in neun Ländern gingen den Beamten nach und nach 150 Verdächtige ins Netz. Mehr als 26 Millionen Euro seien beschlagnahmt worden, so die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag. Außerdem habe man 234 Kilogramm Drogen und 45 Schusswaffen sichergestellt. Einige der Verdächtigen werden von Europol als "hochrangige Ziele" eingestuft.

DARK HUNTOR

Die von Europol aktuell koordinierte Aktion "Dark HunTOR" richtete sich gezielt gegen Anbieter und Käufer auf Darknet-Plattformen, also Online-Marktplätzen für illegale Waren und erstreckte sich über neun Länder, vor allem in Europa und die USA (Australien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Schweiz, Großbritannien und USA). Die meisten Verdächtigen – 65 - wurden in den USA festgenommen, gefolgt von Deutschland (47) und Großbritannien (24). Italien schloss im Zuge der Aktion zwei illegale Online-Marktplätze mit insgesamt mehr als 100.000 Angeboten illegaler Waren. Das Darknet ist ein versteckter Teil des Internets - dort kann man sich weitgehend abgeschottet und anonym bewegen.

DARKMARKET

Deutsche Ermittler hatten Anfang des Jahres die Betreiber von «DarkMarket» festgenommen und die illegale Infrastruktur ausgehoben. Ein australisches Ehepaar soll den Marktplatz mit rund einer halben Million Nutzern und mehr als 2.400 Verkäufern betrieben haben.

Gehandelt wurde nach Angaben der rheinland-pfälzischen Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz mit illegalen Drogen aller Art, Falschgeld, gestohlenen oder
gefälschten Kreditkarten, Schadsoftware und weiteren illegalen Waren.

Und es geht weiter: Eine „Fülle an Beweisen“ sei Ermittlern rund um den Globus zur Verfügung
gestellt worden, so Europol. In mehreren Ländern dauerten die Ermittlungen noch
an.

su mit dpa